ASML: USA nehmen Niederlande von China-Regeln aus
Veröffentlicht am: 31.07.2026 um 18:49 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Ein chinesischer Hersteller baut angeblich eigene Lithografie-Maschinen. Die Nachricht lieĂ ASML-Aktien diese Woche einbrechen. Jetzt zeigt sich: Die Panik war ĂŒbertrieben.
Die Aktie des niederlĂ€ndischen ChipausrĂŒsters notiert am Freitag bei 1.456,00 Euro. Das sind 0,83 Prozent mehr als am Vortag. Nach einem Wochenverlust von fast sechs Prozent ist das ein erstes Signal der Stabilisierung.
USA nehmen Niederlande von neuen Exportregeln aus
Ein wichtiger Auslöser fĂŒr die Erholung kommt aus Washington. Die US-Regierung plant, ihre Handelsregel fĂŒr auslĂ€ndisch gefertigte Produkte auszuweiten. Ziel ist es, den Techniktransfer nach China weiter zu drosseln.
Berichten zufolge nehmen die USA aber wichtige VerbĂŒndete von den neuen MaĂnahmen aus. Die Niederlande, Japan und SĂŒdkorea sollen verschont bleiben. FĂŒr ASML ist das keine Nebensache, sondern eine handfeste Entlastung.
Die niederlĂ€ndische Regierung verlangt ohnehin eigene Lizenzen fĂŒr die fortschrittlichsten EUV- und DUV-Systeme des Konzerns. Diese Vorschriften bleiben bestehen. Aber die Ausnahme von der neuen US-Regel nimmt eine zusĂ€tzliche Unsicherheitsschicht weg, die den ChinageschĂ€ft von ASML zuletzt belastet hatte.
Analysten halten chinesischen Konkurrenten fĂŒr keine echte Bedrohung
Der Kursrutsch der vergangenen Woche hatte einen konkreten Auslöser. Berichte ĂŒber den staatlich unterstĂŒtzten Hersteller Shanghai Aishengna Electronic Technology Group sorgten fĂŒr NervositĂ€t. Das Unternehmen soll mit der Produktion eigener Immersions-DUV-Maschinen begonnen haben â Technik, die ASML seit Jahren dominiert.
Analysten von JPMorgan und anderen HĂ€usern stufen die Reaktion des Marktes als ĂŒberzogen ein. Ihr Argument: Eine Handvoll Maschinen macht noch keinen Wettbewerber. FĂŒr 2026 werden rund fĂŒnf Einheiten des chinesischen Herstellers erwartet, fĂŒr 2027 etwa 20. ASML dagegen fertigt jĂ€hrlich mehr als 130 Immersions-DUV-Systeme.
Die reine StĂŒckzahl ist dabei nicht einmal das gröĂte Problem fĂŒr den chinesischen Herausforderer. Entscheidend ist die sogenannte AusbeuteparitĂ€t â also die FĂ€higkeit, mit den eigenen Maschinen genauso viele brauchbare Chips herzustellen wie mit ASML-Technik. Diese ParitĂ€t zu erreichen, gilt als mehrjĂ€hrige Aufgabe fĂŒr jeden neuen Anbieter in diesem Markt.
Chartbild und institutionelles Interesse
Trotz eines Monatsminus von 10,39 Prozent bleibt ASML einer der stÀrksten Werte im Technologiesektor. Seit Jahresbeginn steht ein Plus von 58 Prozent zu Buche, auf Zwölfmonatssicht sogar von fast 139 Prozent.
Der Relative-StĂ€rke-Index von 44,7 deutet darauf hin, dass die Aktie die ĂŒberverkaufte Zone nach dem Einbruch Anfang der Woche bereits wieder verlĂ€sst. Zum Rekordhoch aus dem Juni fehlen aktuell noch gut 16 Prozent. Institutionelle Anleger scheinen sich davon nicht abschrecken zu lassen: Erst Ende Juli meldete BankChampaign National Association den Einstieg in ASML-Aktien.
Wachstum durch KI-Nachfrage treibt Ausblick
Der Blick der Anlegerschaft richtet sich zunehmend auf die angehobene Umsatzprognose fĂŒr 2026. ASML rechnet nun mit 43 bis 45 Milliarden Euro Jahresumsatz. Als Treiber nennt der Konzern die robuste Nachfrage nach Prozessoren fĂŒr KĂŒnstliche Intelligenz.
Hinzu kommt technologischer Fortschritt an anderer Front. Die neuen High-NA-EUV-Systeme liefern erste Serienergebnisse, verifiziert von frĂŒhen Kunden wie Intel. Der Fokus der Investoren verschiebt sich damit von geopolitischen Risiken zurĂŒck auf die eigentliche StĂ€rke von ASML: die technische Umsetzung und den Produktionshochlauf fĂŒr 2027.
Asml-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Asml-Analyse vom 31. Juli liefert die Antwort:
Die neusten Asml-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf fĂŒr Asml-AktionĂ€re. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 31. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Asml: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und MĂ€rkten ohne GewĂ€hr; Ănderungen jederzeit möglich. BörsengeschĂ€fte können zu hohen Verlusten fĂŒhren. Unsere BeitrĂ€ge werden ganz oder teilweise automatisiert mit UnterstĂŒtzung von AI erstellt und geprĂŒft.
