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AST SpaceMobile Aktie: Deutsche Bank hebt Empfehlung an

Veröffentlicht am: 18.10.2026 um 02:48 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Piper Sandler senkt Rating und Kursziel, während die Deutsche Bank ihre Empfehlung anhebt; SpaceX’ Frequenzkauf benötigt noch FCC-Zustimmung.
Abstrakte Darstellung von Satellitenkommunikation und globaler Vernetzung im Weltraum. Illustration mit AI erstellt.

AST SpaceMobile stand am Freitag mit einer Tagesveränderung von -8,7% erneut im Sog wachsender Wettbewerbssorgen um SpaceX. Medienberichten zufolge belasteten dessen Pläne zum Erwerb zusätzlicher Mobilfunkfrequenzen die Aktie. Damit trifft der mögliche Ausbau von Starlink Mobile auf eine bereits kontroverse Einschätzung des Satellitenstartplans von AST SpaceMobile.

Die Belastung kommt aus dem Wettbewerbsumfeld. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie stark SpaceX sein Mobilfunkangebot durch zusätzliche Frequenzrechte stärken könnte. Für AST SpaceMobile verbindet sich diese Konkurrenzfrage mit Zweifeln am eigenen Umsetzungstempo. Beide Themen betreffen unterschiedliche Seiten derselben Herausforderung: den Aufbau des satellitengestützten Mobilfunkgeschäfts unter zunehmendem Wettbewerbsdruck.

Frequenzkauf noch unter Vorbehalt

SpaceX vereinbarte am 8. Oktober den Erwerb des landesweiten Frequenzportfolios von Grain Management im 800-MHz-Bereich. Die Vereinbarung umfasst bis zu 14 MHz gepaartes Spektrum. Der Abschluss steht unter dem Vorbehalt einer Genehmigung durch die FCC.

Damit ist zwischen der vereinbarten Übernahme und ihrem Vollzug zu unterscheiden. Der geplante Frequenzzugang ist noch kein abgeschlossener Ausbau von Starlink Mobile. Die Berichterstattung über AST SpaceMobile ordnete das Vorhaben dennoch als zusätzliche Wettbewerbsbedrohung für dessen direkte Mobilfunkverbindungen per Satellit ein.

Für Anleger ist diese Unterscheidung wesentlich. Die Konkurrenzsorgen beziehen sich auf eine mögliche Stärkung von SpaceX. Sie belegen für sich genommen keine Veränderung der operativen Leistung von AST SpaceMobile. Gleichwohl können sie die Bewertung der künftigen Wettbewerbsposition belasten.

Starttempo trennt die Analysten

Piper Sandler stufte AST SpaceMobile am Dienstag von „Übergewichten“ auf „Neutral“ herab. Gleichzeitig senkte das Analysehaus sein Kursziel von 98 $ auf 54 $. Als Begründung nannte es ein gesunkenes Vertrauen in den Satellitenstartplan und mögliche Einschränkungen bei Starts mit SpaceX.

Diese Einschätzung verlagert den Blick vom Wettbewerb auf die Umsetzung. Neben der Frage nach der Stärke konkurrierender Angebote steht damit auch das Tempo des eigenen Satellitenaufbaus im Fokus.

Eine andere Bewertung hatte die Deutsche Bank am 12. Oktober vorgenommen. Analyst Bryan Kraft hob seine Empfehlung von „Halten“ auf „Kaufen“ an und ließ das Kursziel bei 93 $.

Die gegensätzlichen Einstufungen zeigen, wie unterschiedlich die Perspektiven von AST SpaceMobile bewertet werden. Der Kursdruck allein beantwortet diese Bewertungsfrage nicht. Entscheidend für die Einordnung bleiben die Umsetzung des Satellitenstartplans und die Frage, ob SpaceX den vereinbarten Frequenzkauf nach behördlicher Genehmigung vollziehen kann.

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