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Astrazeneca Aktie: 600-Millionen-Dollar-Lizenz für Zegfrovy

Veröffentlicht am: 02.09.2026 um 12:38 Uhr | Redaktion boerse-global.de

AstraZeneca erhält grünes Licht für Enhertu, schließt einen Zegfrovy-Vertrag und meldet Studiendaten zu einer weiteren Lungentherapie.

Flatlay mit Aktienzertifikat, ISIN-Karte, Stethoskop und Impfstofffläschchen
AstraZeneca plc (ISIN GB0009895292) ist als forschendes Pharmaunternehmen an internationalen Börsen wie London gelistet Illustration mit AI erstellt.

Der Pharmakonzern AstraZeneca hat seine Position im Onkologie-Markt durch eine Serie strategischer Erfolge gefestigt. Wie das Unternehmen gestern bekannt gab, erhielt die Kombinationstherapie Enhertu die Zulassung der Europäischen Kommission für die Erstlinienbehandlung von Brustkrebs.

Zeitgleich schloss der Konzern ein bedeutendes Lizenzabkommen für den Lungenkrebs-Wirkstoff Zegfrovy ab und meldete positive Studiendaten für eine weitere Kombinationstherapie bei Lungenkarzinomen.

EU-Zulassung für Brustkrebs-Therapie Enhertu

Die Europäische Kommission hat die Zulassung für Enhertu (Trastuzumab-Deruxtecan) in Kombination mit Pertuzumab erteilt. Die Therapie ist für Patienten mit HER2-positivem metastasiertem Brustkrebs vorgesehen, die zuvor noch keine systemische Behandlung erhalten haben. Die Entscheidung stützt sich auf die Ergebnisse der DESTINY-Breast09-Studie.

In dieser Untersuchung senkte die neue Wirkstoffkombination das Risiko für ein Fortschreiten der Erkrankung oder den Tod um 44 % im Vergleich zur bisherigen Standardtherapie THP. Das mediane progressionsfreie Überleben (PFS) lag bei 40,7 Monaten, während die Vergleichsgruppe 26,9 Monate erreichte. Infolge der Zulassung leistet AstraZeneca eine Meilensteinzahlung in Höhe von 100 Millionen US-Dollar an den Partner Daiichi Sankyo.

Milliarden-Deal für Lungenkrebs-Wirkstoff Zegfrovy abgeschlossen

Parallel zur europäischen Zulassung finalisierte AstraZeneca den exklusiven Lizenzvertrag mit Dizal Pharmaceutical für den oralen Wirkstoff Zegfrovy (Sunvozertinib). Die Vereinbarung sieht eine sofortige Vorauszahlung von 600 Millionen US-Dollar vor. Abhängig vom Erreichen klinischer und kommerzieller Ziele können weitere Meilensteinzahlungen von bis zu 900 Millionen US-Dollar sowie gestaffelte Lizenzgebühren fällig werden.

Zegfrovy ist ein Inhibitor für nicht-kleinzelligen Lungenkrebs (NSCLC) mit spezifischen EGFR-Exon-20-Insertionsmutationen, einer Erkrankung mit einer 5-Jahres-Überlebensrate von lediglich etwa 8 %. Der Wirkstoff ist bereits in den USA und China für die Zweitlinientherapie zugelassen.

AstraZeneca plant den Marktstart in den USA für das vierte Quartal 2026. Ein Antrag für die Erstlinienbehandlung wurde bereits von der US-Gesundheitsbehörde FDA angenommen. Das Unternehmen betonte, dass der Deal keine Auswirkungen auf die Finanzprognose für das laufende Jahr hat.

Studienerfolge und Kapitalmarktaktivitäten

Zusätzlich zu den geschäftlichen Abschlüssen meldete der Konzern gestern positive Ergebnisse aus der Phase-III-Studie SANOVO. Die Kombination der Wirkstoffe Tagrisso (Osimertinib) und Orpathys (Savolitinib) zeigte bei Patienten in China eine statistisch signifikante Verbesserung des progressionsfreien Überlebens. Die Studie untersuchte Patienten mit fortgeschrittenem Lungenkrebs, der eine MET-Überexpression aufweist.

An der Börse notiert die AstraZeneca-Aktie heute bei 139,50 €, was einem leichten Rückgang von 0,4 % entspricht. Damit verbleibt das Papier unter dem 200-Tage-Durchschnitt von 158,13 €.

Flankiert wurden die operativen Nachrichten durch die Zulassung neuer Unternehmensanleihen an der London Stock Exchange im Gesamtwert von 2,55 Milliarden Euro. Die Tranchen weisen Laufzeiten bis zu den Jahren 2030, 2032, 2035 und 2038 auf, mit Zinssätzen zwischen 3,402 % und 4,169 %.

Auch im Management gab es eine Veränderung: Wan Ling Martello trat gestern ihre Position als Non-Executive Director an. Martello, die unter anderem Gründungspartnerin von BayPine und Direktorin bei der Alibaba Group ist, wird künftig auch dem Prüfungsausschuss von AstraZeneca angehören.

Das Unternehmen bestätigte zudem die Gesamtzahl der Stimmrechte mit rund 1,55 Milliarden Aktien nach der Ausgabe neuer Papiere aus Mitarbeiterbeteiligungsprogrammen.

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