Aurubis, Aktie

Aurubis Aktie: Papenburg überschreitet 5-Prozent-Schwelle

Veröffentlicht am: 15.08.2026 um 03:03 Uhr | Redaktion boerse-global.de

GP Papenburg stockt Aurubis-Anteil auf 5,01 Prozent auf. Der Kupferkonzern hebt nach starkem Quartal seine Jahresprognose an.

Aurubis: GP Papenburg erhöht Anteil auf 5,01 Prozent
Abstrakte Darstellung einer industriellen Kupferraffinerie mit glühendem Metall und professioneller Beleuchtung. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Strategische Positionierung und Stimmrechte

Gestern wurde über eine Pflichtmitteilung bekannt, dass die GP Günter Papenburg AG ihre Stimmrechte an der Aurubis AG deutlich ausgeweitet hat. Das Unternehmen überschritt die Schwelle von 5 % und hält nun einen Anteil von 5,01 %, nachdem die Beteiligung zuvor bei 3,07 % gelegen hatte. Am Markt wird dieser Zuwachs als Signal für eine potenziell stärkere Einflussnahme auf die Corporate Governance des Hamburger Kupferkonzerns gewertet. Parallel dazu meldete die US-Investmentbank Goldman Sachs am Mittwoch Veränderungen bei ihren gehaltenen Instrumenten und Stimmrechten an dem Unternehmen.

Ertragssprung und konkretisierte Jahresziele

Die Nachricht über den neuen Großaktionär trifft auf ein Unternehmen, das operativ zuletzt deutliche Zuwächse verzeichnete. Wie Aurubis am 6. August mitteilte, kletterte das operative Ergebnis vor Steuern (EBT) in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres 2025/26 um 31 % auf 374 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum hatte dieser Wert noch bei 286 Millionen Euro gelegen. Allein im dritten Quartal erwirtschaftete der Konzern ein operatives EBT von 149 Millionen Euro, was eine deutliche Steigerung gegenüber den 57 Millionen Euro des Vorjahresquartals darstellt.

Auf Basis dieser Entwicklung präzisierte der Vorstand seine Erwartungen für das Gesamtjahr. Das Unternehmen geht nun davon aus, beim operativen EBT das obere Ende der prognostizierten Spanne von 425 bis 525 Millionen Euro zu erreichen.

Gestützt wird diese Zuversicht unter anderem durch die strategische Investitionsagenda: Bereits im Juli konnte die neue Recyclinganlage „Complex Recycling Hamburg“, in die rund 190 Millionen Euro investiert wurden, erfolgreich in Betrieb genommen werden.

Herausforderungen in den USA belasten Kursziel

Trotz der robusten Ertragslage im Kerngeschäft trüben Verzögerungen beim internationalen Ausbau die Stimmung der Analysten. Insbesondere der Hochlauf des neuen Recyclingwerks im US-amerikanischen Richmond verläuft langsamer als ursprünglich geplant. Analyst Stefan Augustin von Warburg Research senkte deshalb am Montag das Kursziel für die Aktie minimal von 212 auf 211 Euro, hielt jedoch an seiner Kaufempfehlung fest.

Auch die DZ Bank passte ihre Bewertung an. Analyst Dirk Schlamp reduzierte am 7. August den fairen Wert von 180 auf 173 Euro bei einer unveränderten „Halten“-Einstufung. Zwar bescheinigte er dem Konzern eine weiterhin robuste Ertragskraft, verwies jedoch ebenfalls auf die zeitlichen Verschiebungen beim US-Projekt.

An der Börse beendete die Aktie den Handel gestern bei 168,00 Euro, was einem leichten Rückgang von 0,3 % entspricht. Damit notiert der Wert aktuell 3,0 % über seinem gleitenden 200-Tage-Durchschnitt von 163,15 Euro. Seit Jahresbeginn summiert sich das Kursplus für die Anleger auf insgesamt 36 %.

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