AXT Aktie: Liefervertrag mit Lumentum bis 2031
Veröffentlicht am: 17.08.2026 um 08:27 Uhr | Redaktion boerse-global.de
AXT verzeichnete zuletzt einen deutlichen Aufwind, der sowohl auf positive Analysteneinschätzungen als auch auf eine starke Dynamik im gesamten Optiksektor zurückzuführen ist. Nachdem am vergangenen Donnerstag Zacks Research die Einstufung für das Papier von „Hold“ auf „Strong Buy“ hochsetzte, konnte die Aktie ihre jüngste Aufwärtsbewegung festigen.
Dieser Optimismus wird durch die Erholung bei Branchennachbarn wie Lumentum gestützt, deren Quartalszahlen und Ausblick den gesamten Markt für optische Konnektivität beflügelten. Am vergangenen Freitag legte der Kurs der AXT-Aktie um 5,4 % zu.
Kooperation mit Lumentum stützt langfristige Prognosen
Die Verbindung zum Partner Lumentum geht über die allgemeine Marktstimmung hinaus. Wie das Unternehmen am 10. August im Zuge seiner Quartalsvorlage bekannt gab, wurde ein langfristiger Liefervertrag für Indiumphosphid-Wafer-Substrate mit Lumentum Operations geschlossen.
Die Vereinbarung umfasst Kapazitätsreservierungen bis zum Jahr 2031 und wird durch Anzahlungen in Höhe von insgesamt 87.500.000 US-Dollar abgesichert. Diese Beträge sollen als Gutschriften auf künftige Lieferungen angerechnet werden. Dies sichert AXT eine planbare Auslastung in einem strategisch wichtigen Segment über die nächsten Jahre.
An den Märkten spiegelt sich diese Zuversicht in einer außergewöhnlichen Performance wider. Seit Jahresbeginn konnte der Wert um 451 % zulegen. Die Aktie notiert derzeit rund 19 % über ihrem gleitenden Durchschnitt der vergangenen 50 Tage, was den anhaltenden Trend unterstreicht.
Rekordnachfrage durch KI-Infrastruktur
In den am 10. August veröffentlichten Ergebnissen für das zweite Quartal 2026 erzielte AXT einen Umsatz von 47,59 Millionen US-Dollar. Dabei stach besonders das Geschäft mit Indiumphosphid hervor, das mit 30,7 Millionen US-Dollar den größten Anteil zum Gesamtergebnis beisteuerte.
Der Gewinn pro Aktie belief sich auf 0,19 US-Dollar. Das Management hob hervor, dass eine Rekordnachfrage nach Substraten bestehe, die für die optische Anbindung in Rechenzentren und KI-Infrastrukturen entscheidend sind.
Für das dritte Quartal 2026 gab das Unternehmen einen Ausblick, der einen Nettogewinn nach GAAP in einer Spanne von 0,29 bis 0,31 US-Dollar pro Aktie vorsieht. Neben dem Upgrade durch Zacks Research gab es bereits Anfang des Monats weitere Anpassungen durch Analysehäuser.
Medienberichten zufolge hob Needham das Rating am 5. August auf „Buy“ an und setzte ein Kursziel von 90 US-Dollar fest. B. Riley hingegen blieb am selben Tag bei einer neutralen Einschätzung mit einem Ziel von 52 US-Dollar.
Strategische Weichenstellungen für Tochtergesellschaften
Intern hat das Unternehmen zudem seine Strategie für die Tochtergesellschaft Tongmei angepasst. Im jüngsten Bericht zu den Quartalszahlen wurde mitgeteilt, dass die Bemühungen für einen Börsengang (IPO) von Tongmei an die Hongkonger Börse verlagert wurden. Parallel dazu hat sich AXT durch eine Zweitplatzierung von Aktien eine solide Cash-Position gesichert, um die künftigen Kapazitätserweiterungen und den operativen Betrieb zu finanzieren.
Zusätzlich zu diesen geschäftlichen Entwicklungen wurden formale Änderungen vorgenommen: Das Unternehmen passte seine Satzung an, um das Quorum für Aktionärsversammlungen auf ein Drittel der stimmberechtigten Aktien zu senken.
Diese Maßnahme soll die Beschlussfähigkeit bei künftigen Versammlungen erleichtern. Mit einer Marktkapitalisierung von umgerechnet 4,63 Milliarden Euro festigt AXT damit seine Position als relevanter Akteur im Bereich der spezialisierten Halbleitersubstrate.
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