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BAE Systems Aktie: Prüft Übernahme von Robin Radar

Veröffentlicht am: 06.10.2026 um 05:30 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Sechs US-Verträge stärken BAE Systems; zugleich prüft der Konzern eine mögliche Übernahme von Robin Radar.

BAE Systems erhält US-Rüstungsaufträge über mehr als 656 Millionen Dollar
Abstrakte Darstellung von moderner Radartechnologie vor einem dramatischen Abendhimmel als Symbol für die Verteidigungsindustrie. Illustration mit AI erstellt.

Das US-Verteidigungsministerium hat BAE Systems mit einer Reihe neuer Rüstungsaufträge im Gesamtvolumen von mehr als 656 Millionen US-Dollar ausgestattet. Die Zuteilungen verteilen sich auf sechs Einzelprogramme für unterschiedliche Teilstreitkräfte der US-Streitkräfte und sichern dem britischen Rüstungskonzern eine langfristige Auslastung in mehreren Schlüsselbereichen der Fertigung und Systemintegration.

Serienfertigung und elektronische Kampfführung im Fokus

Den größten Einzelposten stellt ein Auftrag des US Marine Corps über 230,1 Millionen US-Dollar dar. Dieser sieht den Einstieg in die Vollserienproduktion für 32 Bergefahrzeuge des Typs ACV-R vor, inklusive zugehöriger Unterstützung und Ersatzteilen. Die Fertigung findet schwerpunktmäßig im US-Bundesstaat Pennsylvania statt, die Arbeiten laufen vertraglich bis November 2028.

Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Ausrüstung moderner Kampfflugzeuge. Von der US Air Force erhielt das Unternehmen einen Kontrakt über 146,7 Millionen US-Dollar für 40 Einheiten des elektronischen Schutz- und Warnsystems EPAWSS, die für neu gebaute F-15EX-Maschinen vorgesehen sind. Die Produktion am Standort Nashua im Bundesstaat New Hampshire soll bis August 2030 abgeschlossen werden.

Strategische Systeme und Marineprogramme

Ergänzt wird das Auftragspaket durch Programme der US Navy. Für die Systemtechnik und Integration im Bereich strategischer Systeme fließen 99,2 Millionen US-Dollar an BAE Systems.

Weitere 70,5 Millionen US-Dollar entfallen auf technische Unterstützung und Infrastrukturdienstleistungen für das Raketenprogramm Trident II D5 mit einer geplanten Laufzeit bis September 2031. Abgerundet werden die Vergaben durch 90 Millionen US-Dollar für Munitionslieferungen sowie ein Laserprogramm mit einem Volumen von bis zu 19,7 Millionen US-Dollar.

An der Börse spiegelte sich der stetige Mittelzufluss wider: Im gestrigen Handel legte der Wert an der US-Börse um 0,4 Prozent auf 102,50 US-Dollar zu. Seit dem Jahresanfang verzeichnet die Aktie ein Plus von 12 Prozent.

Parallel zur operativen Absicherung treibt das Management die Kapitalrückführung an die Anteilseigner voran. Zwischen dem 28. September und dem 2. Oktober erwarb BAE Systems an fünf Handelstagen 536.005 eigene Aktien über die Londoner Börse zur anschließenden Einziehung.

Strategische Schritte bei der Drohnenabwehr

Neben den laufenden US-Beschaffungen sucht der Konzern gezielt nach Verstärkung im Technologiesektor. Laut Reuters prüft BAE Systems derzeit ein mögliches Übernahmeangebot für den niederländischen Drohnenradar-Spezialisten Robin Radar, für den ein Unternehmenswert von rund 2 Milliarden Euro im Raum steht.

Ein solcher Zukauf würde die eigenen Aktivitäten in der Sensorik und Abwehr autonomer Flugkörper ergänzen, bei denen der Konzern in Schottland kürzlich Tests seines integrierten Abwehrsystems BATS abgeschlossen hat. Ob es zu einer verbindlichen Transaktion kommt, ist noch nicht bestätigt.

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