Bango: Aktie stürzt um 11 Prozent ab
Veröffentlicht am: 08.10.2026 um 12:29 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Aktie von Bango steht am britischen Markt unter deutlichem Verkaufsdruck. Das Papier verbilligt sich heute um 11 Prozent auf 0,6550 GBP. Am gestrigen Mittwoch notierte die Aktie zum Handelsschluss noch bei 0,7360 GBP. Ein unmittelbarer Auslöser für diesen Kursrückgang wurde von Unternehmensseite nicht bekannt.
Partnerschaft mit LG U+ in Südkorea
Zu Beginn der Woche gab es noch positive operative Signale aus Asien. Am Dienstag meldete Bango eine Kooperation mit dem südkoreanischen Telekommunikationskonzern LG U+. Das Unternehmen entschied sich für den Einsatz der Digital Vending Machine von Bango, um das Angebot gebündelter Abonnements auf der Plattform Udok zu erweitern.
LG U+ zählt im Heimatmarkt mehr als 30 Millionen Mobilfunkkunden. Finanzielle Details der Vereinbarung machten die Partner nicht öffentlich. Die Technologie von Bango ermöglicht es Netzbetreibern, Drittanbieter-Abonnements in ihre Kundensysteme einzubinden und gebündelt abzurechnen.
Halbjahreszahlen zeigen operatives Plus
Die geschäftliche Entwicklung des Technologieanbieters zeigte sich im ersten Halbjahr 2026 verbessert. Der Umsatz wuchs in den sechs Monaten bis Ende Juni um 3 Prozent auf 25,9 Millionen $. Zeitgleich stieg das bereinigte EBITDA auf 9,0 Millionen $.
Das Cash EBITDA verbesserte sich deutlich und erreichte 3,7 Millionen $, nachdem zuvor ein operativer Verlust angefallen war. Die jährlich wiederkehrenden Erlöse kletterten zudem auf 20,4 Millionen $. Das Management erklärte, dass der laufende Geschäftsbetrieb im Rahmen der Markterwartungen für das Gesamtjahr verbleibe.
Auch der Vorsteuerverlust verringerte sich im selben Zeitraum spürbar auf 0,937 Millionen $. Im Vorjahresabschnitt hatte der Fehlbetrag noch bei 3,6 Millionen $ gelegen. Bango profitiert hierbei von einer schrittweisen Skalierung der Plattformaktivitäten.
Aktienoptionen für Führungskräfte
Neben den Geschäftszahlen meldete Bango am 28. September neue Aktienoptionen für das Führungsteam. CEO Paul Larbey erhielt 75.000 Optionen, während CFO Matthew Wilson 50.000 Einheiten zugeteilt bekam.
Der Ausübungspreis für diese Optionen wurde auf 20 Pence je Aktie festgelegt. Die Anteile unterliegen einer Haltefrist von drei Jahren. Für die Vorstandsmitglieder ist die Ausübung an Bedingungen bezüglich der Kursentwicklung und des Umsatzwachstums gekoppelt.
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