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Bank of Mellon Aktie: TD Cowen nimmt Beobachtung wieder auf

Veröffentlicht am: 08.10.2026 um 17:13 Uhr | Redaktion boerse-global.de

TD Cowen nahm die Beobachtung mit „Hold“ wieder auf; Citigroup senkte ihr Kursziel, während der Quartalsbericht bevorsteht.

Fotorealistisches Hochhaus der Bank im Finanzdistrikt New Yorks bei Abendsonne
Bank of New York Mellon Hauptquartier in Manhattan – Aktie US0640581007 im Finanzdistrikt Illustration mit AI erstellt.

Kurz vor Beginn der Berichtssaison für das dritte Quartal formieren sich die Analysten bei der Bank of New York Mellon neu. Das Traditionshaus TD Cowen nahm heute die Beobachtung des Wertpapiers mit der Einstufung „Hold“ und einem Kursziel von 160 US-Dollar wieder auf.

Bereits gestern passte Citigroup ihre Erwartungen an und reduzierte das Kursziel von 172 auf ebenfalls 160 US-Dollar, beließ das Votum jedoch auf „Neutral“. An den europäischen Märkten notiert die Aktie heute bei 129,00 Euro.

Analysten blicken auf Bewertung und Ertragsdynamik

Hinter den jüngsten Einstufungen steht ein vorsichtiger Blick auf den US-Bankensektor. Zwar bescheinigt TD-Cowen-Analyst R. Scott Siefers der Branche solide Rahmenbedingungen, mahnt angesichts anspruchsvoller Bewertungsniveaus jedoch zu einer selektiven Titelauswahl.

Die Kursziele der beiden Häuser spiegeln diese Zurückhaltung wider: Bei beiden Instituten liegt die Zielmarke einheitlich bei 160 US-Dollar, was die verhaltene Einschätzung im aktuellen Zinsumfeld unterstreicht.

Parallel dazu rückt der bevorstehende Zwischenbericht in den Mittelpunkt. Marktbeobachter rechnen mit einem Quartalsgewinn von 2,27 US-Dollar je Aktie und einem Umsatz von 5,56 Milliarden US-Dollar.

Im vorangegangenen Quartal hatte das Geldhaus die Prognosen mit einem Gewinn je Aktie von 2,46 US-Dollar noch deutlich übertroffen, unterstützt von einem Umsatzanstieg um 13,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Investitionen in Technologie und künstliche Intelligenz

Strategisch treibt der Konzern den Übergang von einer mehrjährigen Restrukturierungsphase hin zu einer wachstumsorientierten Plattform voran. Das Institut investiert jährlich rund 4 Milliarden US-Dollar in den Engineering-Bereich und setzt dabei verstärkt auf eigene Dateninfrastruktur sowie die unternehmenseigene KI-Plattform Eliza.

Diese Ausgaben belasten kurzfristig die Kostenbasis, sollen aber die operative Skalierbarkeit langfristig sichern.

An der Börse zeigt sich das Papier im bisherigen Jahresverlauf dennoch robust: Mit einem Plus von 30 Prozent seit Jahresanfang hat der Wert eine deutliche Aufwärtsbewegung vollzogen. Gleichwohl liegt der Kurs rund 11 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 145,00 Euro. Die Zahlen in der kommenden Woche dürften zeigen, ob die technologische Neuausrichtung und die operative Marge den Erwartungen des Marktes standhalten.

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