Barratt, Redrow

Barratt Redrow Aktie: Jahresprognose trotz Fertigstellungsrückgang bestätigt

Veröffentlicht am: 07.11.2026 um 06:14 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Mehr Mietsektor-Nachfrage und ein größerer Auftragsbestand stützen die Planung, während sinkende Fertigstellungen und Margenrisiken bestehen bleiben.
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Barratt Redrow hält trotz rückläufiger Fertigstellungen und schwächerer privater Reservierungen an seiner Jahresprognose fest. Stärkere Nachfrage aus dem Mietsektor stützt das Geschäft. Für Anleger spricht die bestätigte Planung für Stabilität, sofern größere Verkaufsvereinbarungen die Schwäche bei privaten Käufern auffangen, ohne die Margen zu stark zu belasten.

Private Käufer bleiben zurückhaltend

Reuters berichtete am Donnerstag, dass die Hausfertigstellungen einschließlich Gemeinschaftsunternehmen in den 17 Wochen bis zum 25. Oktober um 12% auf 3.223 sanken. Hohe Hypothekenzinsen und Finanzierungskosten erschweren den Immobilienkauf.

Auch die Reservierungen zeigen den Druck auf private Käufer. Vorstandschef Dean Banks verwies auf anhaltende Erschwinglichkeitsprobleme. Zugleich berichtete er von stärkerer Nachfrage aus dem privaten Mietsektor.

Die private Reservierungsrate ohne Gemeinschaftsunternehmen sank von 0,57 auf 0,53 Häuser je Verkaufsstelle und Woche. Einschließlich Mehrfachverkäufen erreichte die Gesamtrate dagegen 0,59 und lag damit über dem Vorjahresniveau.

Damit gewinnt die Zusammensetzung der Verkäufe an Bedeutung. Größere Abschlüsse mit Mietinvestoren können das Absatzvolumen stützen, sofern die dabei gewährten Konditionen ausreichend Gewinn lassen. Genau hier setzt die vorsichtige Margeneinschätzung von Morningstar an.

Größerer Auftragsbestand, niedrigere Verkaufspreise

Zum 25. Oktober umfasste der Auftragsbestand 11.086 Häuser im Wert von 3.315,4 Mio. £. Beide Größen lagen über dem Vorjahresstand.

Der gewachsene Bestand bietet Rückhalt für die Jahresplanung, sofern die vorgemerkten Verkäufe wie vorgesehen zum Abschluss kommen. Bei den erwarteten privaten Jahresfertigstellungen fiel die Vorverkaufsquote allerdings gegenüber dem Vorjahr niedriger aus.

Das Analysehaus führt dies auf mehr rabattierte Großverkäufe und Verkäufe an den Mietsektor zurück.

Für die Ertragsentwicklung spricht das höhere Verkaufsvolumen deshalb erst dann, wenn es den Preisdruck ausreichend ausgleicht. Morningstar erwartet Margen unter den Konsensschätzungen. Zugleich bewertet das Haus die Unsicherheit als hoch und sieht keinen dauerhaften Wettbewerbsvorteil.

Jahresziel setzt den Prüfmaßstab

Die unveränderte Prognose sieht für das Geschäftsjahr bis zum 30. Juni 2027 rund 17.100 Fertigstellungen im vollständig eigenen Bestand vor. Den Zwischenbericht hat Barratt Redrow für den 17. Februar 2027 angekündigt.

Dieser Bericht wird zum nächsten Prüfpunkt für die Frage, ob Auftragsbestand und Mietinvestorennachfrage die Jahresplanung tragen. Für eine günstigere Einschätzung müssten sich zugleich die privaten Reservierungen oder die Verkaufskonditionen stabilisieren.

Dieser positiven Bewertung stehen die erwartete Margenschwäche und die hohe Unsicherheit gegenüber.

Zusätzliche Nachfrage könnte das staatliche Programm „Your First Home“ bringen. Laut Reuters hält Barratt Redrow es noch für zu früh, dessen Wirkung auf Erstkäufer im Geschäftsjahr 2027 einzuschätzen. Für die Anlageentscheidung bleiben damit zunächst die bestätigte Mengenprognose und die tatsächlich erzielten Verkaufspreise ausschlaggebend.

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