BASF, Aktie

BASF Aktie: Agrar-Börsengang Mitte 2027 beschlossen

Veröffentlicht am: 19.09.2026 um 14:02 Uhr | Redaktion boerse-global.de

BASF stÀrkt das KerngeschÀft, verkauft Randbereiche und bereitet die Agrarsparte auf eine mögliche Börsennotierung bis Mitte 2027 vor.

Luftaufnahme eines Chemiewerks bei Nacht mit leuchtendem Rohrnetz, Destillationskolonnen und Fackeln
Cinematische Drohnenaufnahme eines weitlĂ€ufigen Petrochemie-Komplexes bei Nacht aus ca. 300 Metern Höhe. Hunderte beleuchteter Rohrleitungen, Destillationskolonnen und ReaktortĂŒrme bilden ein leuchtendes Gitternetz. Bernsteinfarbene, weiß-blaue Industrielichter spiegeln sich auf dem Boden und in Dampfwolken. Anamorphe Linsenoptik, kinematisches Teal-Shadow-Grading Illustration mit AI erstellt.

Der Ludwigshafener Chemiekonzern BASF treibt seine Neuausrichtung mit Nachdruck voran. WĂ€hrend das operative GeschĂ€ft nach der vor ĂŒber einem Monat angehobenen Jahresprognose solidere ErtrĂ€ge liefert, formiert das Management die kĂŒnftige Struktur des DAX-Konzerns.

Nach dem Vollzug milliardenschwerer Transaktionen und der Weichenstellung fĂŒr die Agrarsparte rĂŒcken nun die operativen Zwischenschritte und die strategische Bestandsaufnahme zum Jahresende in das Blickfeld der Investoren.

Portfoliostruktur gewinnt an Kontur

Die Trennung von Randbereichen und die Fokussierung des KerngeschĂ€fts zeigen greifbare Resultate. Bereits Ende Juni schloss BASF die VerĂ€ußerung des Coatings-Bereichs an den Finanzinvestor Carlyle bei einem Unternehmenswert von 7,7 Milliarden Euro ab. Der Schritt brachte dem Konzern einen Zahlungsmittelzufluss vor Steuern von rund 5,8 Milliarden Euro ein. BASF bleibt mit 40 Prozent am nun als Surventis firmierenden Unternehmen beteiligt.

Parallel dazu steht fĂŒr die zweite JahreshĂ€lfte der Vollzug des Verkaufs des SilikategeschĂ€fts sowie der Anlagen am Standort DĂŒsseldorf/Holthausen an das Unternehmen PQ an. Diese Desinvestitionen schaffen finanzielle SpielrĂ€ume und reduzieren die KomplexitĂ€t im Konzern, wĂ€hrend am Heimatstandort Ludwigshafen die Standortsicherung im Fokus bleibt.

Vorbereitungen fĂŒr den Agrar-Börsengang laufen

Als wichtigster Hebel der Transformation gilt die Abspaltung der Agrarsparte. Nachdem BASF am vergangenen Montag die Vorbereitungen mit der Mandatierung von vier Investmentbanken formalisierte, laufen die internen Arbeiten auf Hochtouren.

Geplant ist eine Notierung als Societas Europaea an der Frankfurter Wertpapierbörse bis Mitte 2027. Medienberichten zufolge sind bereits 80 Prozent des weltweiten GeschĂ€fts von Agricultural Solutions auf eigenstĂ€ndige Einheiten mit einem separaten ERP-System ĂŒbertragen worden.

Ein wichtiges Zwischenziel markiert der 24. November. An diesem Tag will der Konzern bei einem Capital Markets Day detaillierten Einblick in die operative und strategische Lage der Agrarsparte geben. Vor dieser strategischen Standortbestimmung legt BASF am 28. Oktober die Zahlen zum dritten Quartal vor.

Analysten reagieren verhalten positiv

Am Kapitalmarkt wird der Umbaukurs mit vorsichtigem Optimismus begleitet. Am Freitag ging die BASF-Aktie mit einem Schlusskurs von 51,53 Euro aus dem Handel. Auf Jahressicht verzeichnet der Titel seit Jahresanfang ein Plus von 16 Prozent.

Die kommenden Wochen dĂŒrften zeigen, ob die operative Erholung die gesteckten Jahresziele stĂŒtzt. Nach dem deutlichen Zuwachs im zweiten Quartal peilt das Management fĂŒr das Gesamtjahr ein EBITDA vor SondereinflĂŒssen zwischen 6,9 und 7,7 Milliarden Euro an. Die anstehenden Quartalszahlen werden hierfĂŒr den entscheidenden Gradmesser liefern.

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