BASF, Aktie

BASF Aktie: Kühlmittel für NVIDIA DSX qualifiziert

Veröffentlicht am: 09.10.2026 um 05:54 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Die neue BASF-Flüssigkeit erfüllt NVIDIA-Anforderungen für Cold-Plate-Kühlung; die Aktie gewann im gestrigen Handel 1,8 Prozent.

Architektur-Render eines modernen Bürogebäudes neben einer Chemieanlage bei Tageslicht
BASF SE (ISIN DE000BASF111) unterhält moderne Verwaltungsgebäude direkt neben großflächigen industriellen Chemieanlagen und Produktionsstätten Illustration mit AI erstellt.

Gestern stellte BASF eine neu entwickelte Kühlflüssigkeit für moderne Rechenzentren vor. Das Produkt GLYTHERMIN DC PG 25 wurde als NVIDIA DSX Ready Coolant qualifiziert und erfüllt die Anforderungen an Kühlflüssigkeiten für die einphasige Cold-Plate-Kühlung im sekundären Kreislauf.

Der Ludwigshafener Chemiekonzern adressiert damit gezielt den rasch wachsenden Markt für künstliche Intelligenz. Leistungsstarke KI-Prozessoren erzeugen enorme Wärmelasten von mehr als 150 Kilowatt je Serverrack, was herkömmliche Kühlsysteme an technische Grenzen bringt.

Um eine verlässliche Belieferung und gleichbleibende Produktqualität sicherzustellen, setzt der Konzern auf seine etablierte Rückwärtsintegration in der Produktion. Nach Unternehmensangaben haben sich die weltweiten Kapazitäten von Rechenzentren in den vergangenen fünf Jahren nahezu verdoppelt. Die Nachfrage nach spezialisierten Flüssigkühlungslösungen gewinnt durch den anhaltenden Ausbau von Hochleistungsrechnern branchenweit an Dynamik.

Kursgewinne und operative Ausgangslage

Am Aktienmarkt stieß der Vorstoß in das zukunftsträchtige Segment auf Zuspruch. Im gestrigen Handel legte die BASF-Aktie um 1,8 Prozent zu und ging bei 51,84 Euro aus dem Xetra-Handel. Seit Jahresanfang verzeichnet das Papier damit einen Wertzuwachs von 17 Prozent.

Für Investoren bedeutet die Positionierung im Umfeld der Rechenzentrumsinfrastruktur eine Chance auf margenstärkere Erlösquellen abseits zyklischer Standardchemikalien. Während traditionelle Basissegmente unter schwankender industrieller Nachfrage leiden, eröffnen maßgeschneiderte Spezialanwendungen planbarere Wachstumschancen. Partnerschaften mit Technologiefirmen gelten dabei als wichtiger Baustein für künftige Volumina.

Evonik-Sondierungen und anstehende Quartalszahlen

Neben neuen Produkten bleibt die Strukturierung des Portfolios das beherrschende Thema im Umfeld des Konzerns. Medienberichten zufolge wies die Führung des Spezialchemiekonzerns ein unverbindliches Angebot von 22,15 Euro je Aktie zurück.

Verhandlungen finden nach Unternehmensangaben nicht statt.

Fundamentale Klarheit über die eigene Ertragskraft steht zeitnah bevor. Am 28. Oktober präsentiert BASF den Zwischenbericht für das dritte Quartal. Anleger dürften diesen Termin nutzen, um die operative Erholung im zweiten Halbjahr sowie die Fortschritte beim Konzernumbau zu bewerten.

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