BASF, Aktie

BASF Aktie: Zugeständnisse für Evonik-Verhandlungen

Veröffentlicht am: 16.10.2026 um 06:43 Uhr | Redaktion boerse-global.de
BASF zeigte sich zu Standort- und Beschäftigungsgarantien bereit; die Quartalszahlen folgen am 28. Oktober.
Cinematische Drohnenaufnahme eines weitläufigen Petrochemie-Komplexes bei Nacht aus ca. 300 Metern Höhe. Hunderte beleuchteter Rohrleitungen, Destillationskolonnen und Reaktortürme bilden ein leuchtendes Gitternetz. Bernsteinfarbene, weiß-blaue Industrielichter spiegeln sich auf dem Boden und in Dampfwolken. Anamorphe Linsenoptik, kinematisches Teal-Shadow-Grading Illustration mit AI erstellt.

Wenige Tage vor der Vorlage der Zwischenbilanz steht BASF an mehreren strategischen Fronten im Rampenlicht. Neben der Vorbereitung auf den Quartalsbericht sorgen vor allem die Übernahmeavancen um den Konkurrenten Evonik für Diskussionsstoff am Markt. Für Anleger steht dabei im Mittelpunkt, wie der Ludwigshafener Chemiekonzern die Balance zwischen Zukäufen und Kapitaldisziplin austariert.

Zugeständnisse bei Standortgarantien

Laut zwei Reuters-Quellen war BASF am Montag bereit, in einer möglichen Übernahmevereinbarung die bestehenden Standort- und Beschäftigungsgarantien von Evonik aufrechtzuerhalten. Bei dem Essener Spezialchemiekonzern sind betriebsbedingte Kündigungen in Deutschland bis zum Jahr 2032 vertraglich ausgeschlossen.

Ein solches Entgegenkommen könnte den Weg für weitere Verhandlungen ebnen, nachdem ein erster Vorstoß auf Widerstand gestoßen war.

Evonik hatte das ursprüngliche Gebot von 22,15 Euro je Aktie als zu niedrig zurückgewiesen. Laufende Gespräche zwischen beiden Seiten gab es zu jenem Zeitpunkt nicht.

Analystenlob und Vorkommnisse am Heimatstandort

Parallel zu den Fusionsplänen sucht das Management den Dialog mit internationalen Großanlegern. Bernstein Research beließ die Einstufung für BASF am Mittwoch nach Investorentreffen in Nordamerika auf „Outperform“ und hielt an dem Kursziel von 61 Euro fest. Das Analysehaus bewertet die strategische Positionierung des Konzerns damit weiterhin positiv.

Auch bei der Kapitalrückführung setzte das Unternehmen Signale. Vor rund zwei Wochen meldete BASF den fortlaufenden Rückkauf eigener Anteilsscheine im Rahmen des seit August laufenden Programms.

Überschattet wurden die operativen Wochen allerdings von einem Vorfall auf dem Werksgelände in Ludwigshafen: Am 8. Oktober verunglückte ein 68-jähriger Mitarbeiter eines externen Unternehmens bei Baggerarbeiten schwer und verstarb später im Krankenhaus. Staatsanwaltschaft und Polizei übernahmen die Ermittlungen zum Unfallhergang.

Blick auf die Zwischenbilanz am 28. Oktober

Klarheit über das operative Geschäft soll die Veröffentlichung der Zahlen zum dritten Quartal bringen, die für den 28. Oktober 2026 terminiert ist. Marktteilnehmer erhoffen sich von dem Zwischenbericht wichtige Aufschlüsse über die Nachfrageentwicklung sowie den finanziellen Handlungsspielraum für mögliche Großübernahmen.

Am Aktienmarkt zeigte sich der Titel zuletzt gefestigt. Gestern schloss das Papier bei 52,59 Euro, was einem Zuwachs von 0,3 Prozent entsprach. Damit notiert der Kurs aktuell 4,5 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch.

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