Basilea, Pharmaceutica

Basilea Pharmaceutica Aktie: Cresemba treibt Prognose nach oben

Veröffentlicht am: 18.08.2026 um 07:42 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Basilea erhöht nach starkem Halbjahr die Umsatz- und Gewinnprognose. Haupttreiber sind die hohen Cresemba-Lizenzeinnahmen und das wachsende Zevtera-GeschÀft.

Basilea hebt Jahresziele an: Cresemba-Erfolg treibt Wachstum
Moderne Laborumgebung mit kristallinen Strukturen und medizinischer ForschungsausrĂŒstung in kĂŒhlem Blau. Illustration mit AI erstellt.

Basilea schraubt die eigenen Ziele deutlich nach oben – und das mitten im Jahr. Der Grund: Das Antipilzmittel Cresemba verkauft sich besser als gedacht, und das schlĂ€gt sich direkt in der Kasse nieder.

Im ersten Halbjahr 2026 stieg der Gesamtumsatz um 14 Prozent auf 119 Millionen Franken. Der Betriebsgewinn legte um 32 Prozent auf 31,6 Millionen Franken zu, unter dem Strich blieb ein Gewinn von 27,9 Millionen Franken – ein Plus von 77 Prozent gegenĂŒber dem Vorjahreszeitraum. Der Gewinn je Aktie kletterte auf 2,26 Franken.

Cresemba als Wachstumsmotor

Die weltweiten VerkÀufe von Cresemba durch Partnerunternehmen stiegen in den zwölf Monaten bis MÀrz 2026 um 27 Prozent auf 782 Millionen Dollar. Dieser Schub bei den Lizenzeinnahmen ist der zentrale Treiber hinter der Prognoseanhebung.

Basilea rechnet nun mit einem Umsatzwachstum von rund 15 Prozent fĂŒr das Gesamtjahr, zuvor waren es 10 Prozent gewesen. Beim Betriebsgewinn hebt das Unternehmen die Erwartung von 20 auf 40 Prozent Wachstum an – eine deutliche Korrektur binnen weniger Monate.

Auch das zweite Standbein Zevtera nimmt Fahrt auf. Seit dem US-Marktstart im Juli 2025 bestellen zunehmend mehr SpitĂ€ler das Antibiotikum, unterstĂŒtzt durch den ausgebauten Vertrieb des Partners Innoviva Specialty Therapeutics. Cresemba und Zevtera zusammen sollen 2026 rund 210 Millionen Franken Umsatz beisteuern, 10 Millionen mehr als bisher angepeilt.

Bilanz wird robuster

Parallel zum operativen Wachstum baut Basilea Schulden ab. Das Unternehmen kaufte im ersten Halbjahr Wandelanleihen im Nennwert von 5 Millionen Franken zurĂŒck und drĂŒckte die Finanzverbindlichkeiten auf 71 Millionen Franken. Seit 2022 hat das Unternehmen damit rund 150 Millionen Franken an Schulden abgebaut. Die NettoliquiditĂ€t stieg zum 30. Juni 2026 auf 105,3 Millionen Franken.

Auf der Forschungsseite bleibt das Phase-3-Programm fĂŒr den Pipelinekandidaten Fosmanogepix auf Kurs – Datenauswertung und Zulassungsantrag sind fĂŒr 2028 geplant. FĂŒr das Antibiotikum Ceftibuten-Ledaborbactam bereitet Basilea den Start der eigenen Phase-3-Studie vor, geplant fĂŒr Mitte 2027. ZusĂ€tzlich finanzieren BARDA und CARB-X mehrere frĂŒhe und spĂ€te Entwicklungsprogramme mit, was die Forschungsausgaben teilweise auffĂ€ngt.

Am 28. Oktober 2026 lĂ€dt Basilea zu einem Capital Markets Day nach ZĂŒrich, bei dem die strategische Ausrichtung und die Werttreiber der Agenda 2030 im Detail vorgestellt werden sollen. Bis dahin bleibt die aktualisierte Guidance fĂŒr 2026 der Maßstab, an dem sich das Unternehmen messen lassen muss.

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