Bayer Aktie: Zulassungsantrag in Japan eingereicht
Veröffentlicht am: 20.09.2026 um 18:06 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Leverkusener Agrar- und Pharmakonzern Bayer treibt die globale Markterschließung seiner jüngeren Medikamente voran. Am 28. August reichte das Unternehmen in Japan einen Zulassungsantrag für Kerendia zur Behandlung von nicht-diabetischer chronischer Nierenerkrankung ein. Die regulatorische Prüfung stützt sich auf Ergebnisse einer Phase-3-Studie.
Mit diesem Schritt zielt der Konzern auf eine Ausweitung des therapeutischen Spektrums von Finerenon im asiatischen Raum ab. Parallel dazu erteilte die US-Gesundheitsbehörde FDA die Zulassung für das Präparat zur Therapie chronischer Nierenerkrankungen in Verbindung mit Typ-1-Diabetes. Für diese Indikation stellt das Mittel in den Vereinigten Staaten die erste neue Behandlungsoption seit drei Jahrzehnten dar.
Operative Erholung und anhaltende Rechtsrisiken
Die pharmazeutischen Fortschritte treffen auf ein von Altlasten geprägtes Marktumfeld. Der Termin war zuvor verschoben worden, um den Beteiligten zusätzliche Zeit zur Bearbeitung von Widerrufsanträgen bezüglich möglicher Verfahrensaustritte nach einer Entscheidung des Supreme Court zu verschaffen.
Am Aktienmarkt spiegelte sich die Gemengelage zuletzt in leichten Abgaben wider: Am Freitag schloss das Papier bei 47,96 Euro, was einem Tagesrückgang von 2,3 Prozent entspricht.
Konzernumbau und finanzielle Entlastung
Im zweiten Quartal 2026 erzielte Bayer einen Konzernumsatz von 10,87 Milliarden Euro sowie ein bereinigtes Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen von 2,14 Milliarden Euro.
Während die Agrarsparte Crop Science das operative Konzernergebnis mit einem bereinigten Zuwachs von 30,2 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum antrieb, verzeichnete das Pharmageschäft einen Ergebnisrückgang um 3,6 Prozent. Das Management begründete diese Entwicklung mit höheren Marketinginvestitionen zur Markteinführung neuer Medikamente.
Zur Stärkung der Bilanz greift der Konzern zudem auf Partnerschaften zurück. Vor über einem Monat sicherte sich Bayer durch eine Vereinbarung mit Apollo Global Management Eigenkapital in Höhe von 3,0 Milliarden Euro.
Der DAX-Konzern behält dabei die Anteilsmehrheit und die operative Kontrolle über das Geschäft mit lang wirkenden Verhütungsmitteln.
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