BHP, Aktie

BHP Aktie: Verkauft Kambalda-Anlage an Gold Fields

Veröffentlicht am: 08.10.2026 um 05:58 Uhr | Redaktion boerse-global.de

BHP vereinbarte den Verkauf des Kambalda-Konzentrators; der Abschluss ist für 2027 vorgesehen, während Kupfer Eisenerz beim Ergebnisbeitrag ablöst.

BHP verkauft Nickel-Anlage an Gold Fields, Kupfer gewinnt an Gewicht
Weitläufige industrielle Bergbauanlage in einer sonnendurchfluteten Wüstenlandschaft mit metallischen Texturen. Illustration mit AI erstellt.

Der Bergbaukonzern BHP treibt den Umbau seines Portfolios voran und trennt sich von Teilen seiner stillgelegten Nickelsparte. Wie das Unternehmen gestern mitteilte, wurde eine Vereinbarung über den Verkauf des Kambalda Nickel Concentrator an den südafrikanischen Edelmetallproduzenten Gold Fields erzielt.

Das Geschäft umfasst die Aufbereitungsanlage sowie ein Paket aus Abbaurechten und Explorationslizenzen im Bundesstaat Western Australia. Finanzielle Einzelheiten der Transaktion gaben die Parteien nicht bekannt.

An der Börse reagierten die Anleger verhalten auf die Nachricht. Im europäischen Handel gab die BHP-Aktie gestern um 1,3 Prozent auf 38,07 Euro nach.

Strategischer Rückzug nach massivem Überangebot

Der Verkauf des Kambalda-Konzentrators ist Teil der Aufarbeitung eines schwierigen Marktumfelds.

Als Hauptgründe für den Schritt galten eine massive Ausweitung des weltweiten Nickelangebots, vor allem getrieben durch steigende Fördermengen aus Indonesien, sowie der damit einhergehende Verfall der Marktpreise.

Der Abschluss der Transaktion mit Gold Fields wird für das Kalenderjahr 2027 erwartet und steht unter dem Vorbehalt regulatorischer Genehmigungen. Bis zum Vollzug will BHP die Anlage weiterhin verwalten und bestehende Umwelt- sowie Sicherheitsauflagen erfüllen.

Gold Fields beabsichtigt, den Beschäftigten vor Ort Arbeitsplätze anzubieten, und prüft Einsatzmöglichkeiten der Anlage für die Gold- und Nickelverarbeitung.

Über das Schicksal der übrigen westaustralischen Nickel-Vermögenswerte, zu denen Minen, eine Schmelze und eine Raffinerie gehören, will BHP bis Februar 2027 entscheiden. Geprüft werden dabei ein Verkauf, eine Fortführung des Stillstands, ein Neustart oder die endgültige Schließung.

Kupfer rückt ins operative Zentrum

Während das Nickelgeschäft bereinigt wird, verschieben sich die operativen Schwerpunkte im Konzern deutlich. Dabei löste Kupfer das traditionell dominierende Eisenerz als wichtigsten operativen Ergebnisbeitrag ab.

Höhere Preise für das Industriemetall stützten das Ergebnis, auch wenn BHP seine Kupferproduktionsprognose für das Geschäftsjahr 2027 dämpfen musste. Grund dafür sind sinkende Erzgehalte in der chilenischen Escondida-Mine und mechanische Probleme in südaustralischen Betrieben.

In den Einschätzungen der Banken spielt die Rohstoffausrichtung eine zentrale Rolle. Analyst Liam Fitzpatrick von der Deutschen Bank hob das Kursziel für BHP auf 2.900 Pence an und behielt das Votum „Hold“ bei, da mittelfristig eine Knappheit auf den weltweiten Kupfermärkten erwartet wird, schwächere Eisenerzpreise die Ertragslage diversifizierter Konzerne jedoch dämpfen.

Trotz der jüngsten Konsolidierung verzeichnet die BHP-Aktie seit Jahresanfang ein Kursplus von 46 Prozent.

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