Big Ben London: Warum der Uhrturm mehr ist als nur ein Foto
17.05.2026 - 21:18:53 | ad-hoc-news.deWenn in London zur vollen Stunde die schweren Glocken von Big Ben erklingen, vibriert die Luft über der Themse – für viele Besucher aus Deutschland ist dieser Moment der Inbegriff von London. Big Ben London, der markante Uhrturm am Palace of Westminster, ist mehr als nur eine Postkartenkulisse: Er ist politisches Symbol, technische Meisterleistung und emotionaler Fixpunkt einer ganzen Nation.
Big Ben London: Das ikonische Wahrzeichen von London
Im Deutschen wird meist der ganze Turm als Big Ben bezeichnet, ursprünglich meint der Name jedoch die große Glocke im Inneren des Uhrturms. Wörtlich übersetzen lässt sich Big Ben nicht sinnvoll, sinngemäß steht er für die „große Ben-Glocke“. Heute ist Big Ben London eine der meistfotografierten Sehenswürdigkeiten der Stadt und ein weltbekanntes Symbol des Vereinigten Königreichs. Die Deutsche Welle beschreibt den Turm als eines der „erkennbarsten Wahrzeichen der Welt“, und auch die Deutsche Zentrale für Tourismus zählt ihn zu den Fixpunkten jeder London-Reise.
Der Turm erhebt sich am nördlichen Ende des Palace of Westminster direkt an der Themse. Von der Westminster Bridge aus erscheint Big Ben wie eine steingewordene Kulisse aus einem Historienfilm: verspielte neugotische Details, goldene Zierelemente und die hell leuchtenden Zifferblätter, die auch nachts weit über die Stadt strahlen. In Sichtweite liegen weitere Klassiker wie die Westminster Abbey und das London Eye – für viele Städtereisende aus Deutschland bildet dieser Abschnitt der Stadt den ersten Orientierungspunkt in London.
Anders als etwa der Eiffelturm in Paris oder der Berliner Fernsehturm ist Big Ben eng mit der parlamentarischen Demokratie verbunden. Der Turm ist Teil des britischen Parlamentskomplexes, der laut UNESCO als „Palace of Westminster and Westminster Abbey including Saint Margaret’s Church“ zum Weltkulturerbe gehört. Wenn der Turm in TV-Livebildern auftaucht, geht es meist um Debatten im Unterhaus, Wahlen oder nationale Ereignisse – so ist Big Ben London zu einem visuellen Code für Politik geworden, den auch Zuschauerinnen und Zuschauer in Deutschland sofort verstehen.
Geschichte und Bedeutung von Big Ben
Die Geschichte von Big Ben beginnt mit einer Katastrophe: 1834 brannte der mittelalterliche Palace of Westminster großteils ab. In der Folge wurde ein Architekturwettbewerb für einen Neubau ausgelobt. Wie das britische Parlament und der UNESCO-Eintrag erläutern, setzten sich der Architekt Charles Barry und der für die neugotischen Details verantwortliche Designer Augustus Welby Northmore Pugin durch. Der heute offiziell „Elizabeth Tower“ genannte Uhrturm wurde im Zuge dieses Neubaus geplant und im 19. Jahrhundert errichtet.
Laut offiziellen Angaben des britischen Parlaments wurde der Turm 1859 fertiggestellt, also gut ein Jahrzehnt bevor 1871 das Deutsche Reich gegründet wurde. In diesem Jahr nahm auch das berühmte Uhrwerk seinen Betrieb auf, und die große Glocke schlug erstmals die Stunden. Der Turm selbst trug bis 2012 offiziell den schlichten Namen „Clock Tower“. Anlässlich des 60. Thronjubiläums von Queen Elizabeth II. beschloss das Parlament, ihn zu Ehren der Monarchin in „Elizabeth Tower“ umzubenennen – ein Vorgang, über den auch BBC und große deutsche Medien intensiv berichteten.
Die Herkunft des Spitznamens Big Ben ist bis heute nicht endgültig geklärt. Seriöse Quellen wie die BBC und das britische Parlament nennen zwei konkurrierende Legenden: Entweder sei die Glocke nach Sir Benjamin Hall benannt worden, einem für Baufragen zuständigen Minister des 19. Jahrhunderts, oder nach dem populären Schwergewichtsboxer Benjamin Caunt, der damals unter dem Spitznamen „Big Ben“ bekannt war. Sicher ist nur, dass der Name sich rasch einbürgerte und heute weltweit verwendet wird.
Die große Glocke selbst musste bereits kurz nach ihrer Herstellung ersetzt werden. Die erste gegossene Glocke bekam einen Riss, wie sowohl der Guardian als auch die offizielle Parlamentsseite schildern. Die zweite, heute noch verwendete Glocke wurde 1858 von der Gießerei Whitechapel Bell Foundry hergestellt. Ein weiterer Riss wurde später durch eine leichte Drehung der Glocke und einen leichteren Klöppel kompensiert; genau dieser leicht „rauere“ Klang macht Big Ben für viele Kenner so unverwechselbar.
Während des Zweiten Weltkriegs blieb der Turm trotz schwerer Bombardierungen Londons weitgehend unbeschädigt. Die BBC berichtete, dass das Geläut von Big Ben während der Luftangriffe für viele Britinnen und Briten ein Zeichen der Kontinuität und Hoffnung war. Für deutsche Leser wirkt diese Symbolik vertraut: Ähnlich wie der Kölner Dom trotz massiver Zerstörungen den Krieg überstand und als identitätsstiftendes Zeichen wahrgenommen wurde, steht Big Ben für Durchhaltewillen und nationale Identität.
2017 begann eine der umfassendsten Restaurierungen der Geschichte des Turms. Das britische Parlament und Medien wie die Süddeutsche Zeitung und die BBC erklärten, dass das Uhrwerk, die Fassade und die Dachstruktur grundlegend saniert werden mussten. In dieser Zeit schwieg die Glocke über Jahre hinweg größtenteils, lediglich zu wichtigen Anlässen wie dem Jahreswechsel ertönte sie. Die Arbeiten wurden etappenweise abgeschlossen, die Uhr zeigte wieder die korrekten Zeiten und nach und nach fiel die Verhüllung des Turms. Diese Restaurierung ist inzwischen weitgehend beendet, sodass Besucherinnen und Besucher den Turm wieder in seinem ursprünglichen Farbschema erleben können, inklusive der nach historischem Vorbild restaurierten Zifferblätter.
Architektur, Kunst und besondere Merkmale
Der Elizabeth Tower, der im allgemeinen Sprachgebrauch mit Big Ben gleichgesetzt wird, ist ein Paradebeispiel neugotischer Architektur. Laut Parlament und National Geographic misst der Turm rund 96 m Höhe – damit ist er niedriger als der Kölner Dom (157 m), aber aufgrund seiner schlanken Proportionen und exponierten Lage ebenso eindrucksvoll wahrnehmbar. Der Grundriss ist quadratisch, die Ecken sind mit filigranen Turmspitzen betont, und die vertikale Gliederung lässt den Turm noch höher erscheinen, als er ist.
Die vier Uhren sind jeweils in Richtung der Himmelsrichtungen ausgerichtet. Mit einem Durchmesser von etwa 7 m gehören sie zu den größten Turmuhren der Welt. Die Zifferblätter bestehen aus opakem Glas, das von hinten beleuchtet wird. Laut dem britischen Parlament und Fachbeiträgen der Royal Institution of Chartered Surveyors besteht jedes Zifferblatt aus hunderten einzeln eingesetzten Glaselementen, die bei der Sanierung ausgebaut, gereinigt und teilweise ersetzt wurden. Die Zeiger und Zierelemente tragen goldene Blattverzierungen, die bei Dunkelheit im Licht der Beleuchtung besonders stark hervortreten.
Technisch ist das Uhrwerk eine Meisterleistung viktorianischer Ingenieurskunst. Es wurde von dem Uhrmacher Edmund Beckett Denison in Zusammenarbeit mit dem Königlichen Astronomen Sir George Airy und dem Uhrmacher Edward John Dent entworfen. Fachartikel im „Horological Journal“ und Informationen des britischen Parlaments betonen die damals revolutionäre Konstruktion: Ein spezielles Hemmungssystem, das sogenannte „Double Three-Legged Gravity Escapement“, sorgt dafür, dass Wind und Wetter die Zeiger kaum beeinflussen. Dadurch kann die Uhr eine sehr hohe Ganggenauigkeit erreichen.
Eine oft zitierte Besonderheit ist das Feintuning des Uhrwerks mit alten Penny-Münzen. Laut BBC und Parlamentsangaben kann die Geschwindigkeit der Uhr minimal verändert werden, indem auf das Pendel kleine Gewichte – traditionell britische Pennies – gelegt oder entfernt werden. Ein Penny kann die Ganggenauigkeit um wenige Zehntelsekunden pro Tag verändern. Dieser analoge, fast poetische Eingriff in eine hochpräzise Maschine fasziniert Technikfans weltweit.
Akustisch ist Big Ben ebenfalls ein Kunstwerk. Das berühmte Geläut, das oft als „Westminster Chimes“ bezeichnet wird, stammt aus dem 18. Jahrhundert und wurde ursprünglich für eine andere Kirche komponiert. Das Klangmotiv besteht aus einer Folge von acht Tönen, die in unterschiedlichen Kombinationen die Viertelstunden markieren, bevor Big Ben selbst zur vollen Stunde schlägt. Der charakteristische Sound ist in zahllosen Radioprogrammen und Nachrichtensendungen zu hören, unter anderem in den BBC-Nachrichten. Für viele Zuschauerinnen und Zuschauer aus Deutschland ist dieses Geläut untrennbar mit dem Bild des britischen Parlaments verbunden.
Optisch hat die jüngste Restaurierung ein Detail besonders hervorgehoben, das lange kaum beachtet wurde: die farbige Fassung der Metall- und Uhrenteile. Während des 20. Jahrhunderts waren viele Elemente in dunklen Tönen gestrichen worden. Recherchen von Denkmalpflegern, über die unter anderem der Guardian und die BBC berichteten, ergaben jedoch, dass die ursprüngliche viktorianische Farbgebung deutlich kräftiger war. Heute leuchten blaue und goldene Details wieder so, wie sie im 19. Jahrhundert gedacht waren. Diese Liebe zum Detail macht den Turm auch aus kunsthistorischer Sicht spannend.
Am Fuß des Turms verweisen Wappen, Inschriften und Ornamente auf die Monarchie und die Einheit des Königreichs. Experten für britische Symbolik betonen, dass der Turm bewusst als „Krone“ des Parlaments konzipiert wurde: Er verbindet die weltliche Macht der Volksvertretung mit der historischen Kontinuität des Königshauses. Für Reisende aus Deutschland bietet sich hier ein interessanter Vergleich: Während das Berliner Reichstagsgebäude mit seiner modernen Glaskuppel Transparenz und Neuanfang symbolisiert, inszeniert Big Ben die Kontinuität einer jahrhundertealten Ordnung.
Big Ben London besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- Lage und Anreise
Big Ben steht im Zentrum Londons am Palace of Westminster, direkt an der Themse. Die nächstgelegene U-Bahn-Station ist „Westminster“ (Linien Circle, District und Jubilee). Von vielen Hotels im Zentrum ist der Turm zu Fuß oder in kurzer Fahrtzeit erreichbar. Aus Deutschland ist London von großen Flughäfen wie Frankfurt (FRA), München (MUC), Berlin (BER), Düsseldorf (DUS) oder Hamburg (HAM) mit Direktflügen meist in rund 1,5 bis 2 Stunden Flugzeit erreichbar. Innerhalb Großbritanniens gibt es vom Flughafen London Heathrow eine schnelle Anbindung mit der Elizabeth Line oder der Piccadilly Line in Richtung Innenstadt; von Gatwick und Stansted fahren Zug- und Busverbindungen. Bei Bahnreisen aus Deutschland ist London über Brüssel oder Paris mit Hochgeschwindigkeitszügen und dem Eurostar erreichbar, wobei sich je nach Verbindung Fahrzeiten von meist 6 bis 8 Stunden ergeben können. - Besuch des Turms und Öffnungszeiten
Big Ben selbst ist Teil des britischen Parlaments. Der Turm kann, Stand der letzten öffentlich verfügbaren Informationen, nur im Rahmen geführter Touren besichtigt werden, die über das Parlament organisiert werden. Diese Turmbesuche richten sich in erster Linie an britische Staatsbürger; ausländische Gäste können jedoch regelmäßig öffentliche Führungen durch das Parlamentsgebäude buchen, bei denen Big Ben von innen nicht, aber aus nächster Nähe von außen erlebt wird. Öffnungszeiten und Tourangebote können sich ändern – aktuelle Informationen sollten direkt auf der Website des britischen Parlaments geprüft werden. Das Gelände rund um den Turm ist öffentlich zugänglich, sodass sich Big Ben jederzeit von außen betrachten und fotografieren lässt. - Eintritt und Tickets
Der Blick von außen auf Big Ben ist kostenlos. Für Führungen durch das Houses-of-Parliament-Gebäude gelten Eintrittspreise, die je nach Tourart und Angebot variieren. Seriöse Quellen wie das Parlament und britische Tourismusorganisationen veröffentlichen aktuelle Preise in Pfund Sterling. Aufgrund von Wechselkursschwankungen ist es sinnvoll, vor der Buchung den aktuellen Preis in Euro umzurechnen. Tickets sollten nach Möglichkeit frühzeitig online reserviert werden, insbesondere in den Hauptreisezeiten. - Beste Reisezeit und Tageszeit
London ist ganzjährig ein attraktives Ziel. Traditionell sind die Monate Mai bis September wetterbedingt beliebt, wobei London auch in dieser Zeit mit gelegentlichem Regen und Temperaturen zwischen etwa 15 und 25 °C rechnen lässt. Für Fotos von Big Ben bieten sich besonders die frühen Morgenstunden oder der späte Nachmittag an, wenn das Licht weicher ist und sich die Fassade warm verfärbt. Abends entsteht eine ganz eigene Atmosphäre, wenn die Zifferblätter und Details beleuchtet sind und sich die Lichter in der Themse spiegeln. In der Hochsaison und an Wochenenden kann es rund um den Turm und die Westminster Bridge sehr voll werden; wer es etwas ruhiger mag, besucht die Umgebung idealerweise unter der Woche am Vormittag. - Praxis-Tipps: Sprache, Zahlung, Trinkgeld, Sicherheit
Im Vereinigten Königreich ist die Amtssprache Englisch. In der Metropole London sprechen viele Menschen sehr gutes Englisch, teilweise auch weitere Sprachen; Deutschkenntnisse sind dagegen seltener, aber in der touristischen Infrastruktur (Hotels, große Museen, einige Führungen) gelegentlich vorhanden. Die Landeswährung ist das Britische Pfund (£). Kartenzahlung ist weit verbreitet, kontaktlose Zahlungen per Kreditkarte und Mobile Payment (z. B. Apple Pay, Google Pay) werden von vielen Geschäften, Restaurants und Verkehrsbetrieben akzeptiert. Deutsche Girocards (früher „EC-Karten“) funktionieren nicht überall zuverlässig, eine Kreditkarte ist empfehlenswert. Trinkgeld ist im Vereinigten Königreich üblich: In Restaurants, in denen kein Servicezuschlag auf der Rechnung steht, sind rund 10 bis 15 % angemessen. Im Pub wird seltener Trinkgeld gegeben, bei Taxifahrten rundet man meist auf. Die Gegend um Big Ben gilt als sicher, dennoch sollte wie in jeder Großstadt auf Taschen und Wertsachen geachtet werden. Für Fotos gilt: Von öffentlichen Wegen aus darf Big Ben in der Regel frei fotografiert werden; bei Innenaufnahmen im Parlament sind die jeweiligen Hausregeln zu beachten. - Einreisebestimmungen und Gesundheit
Für deutsche Staatsbürger hat sich die Einreise in das Vereinigte Königreich seit dem Brexit verändert. Reisende sollten die jeweils aktuellen Einreisebestimmungen und Visaregeln beim Auswärtigen Amt (auswaertiges-amt.de) und auf den offiziellen britischen Regierungsseiten prüfen. Generell empfiehlt sich bei Auslandsreisen eine gültige Auslandskrankenversicherung, da die europäische Krankenversicherungskarte dort nicht automatisch den gewohnten Schutz bietet. Die Zeitverschiebung beträgt in der Regel minus eine Stunde gegenüber Mitteleuropäischer Zeit (MEZ); wenn in Deutschland Winterzeit gilt, ist es in London eine Stunde früher, bei Sommerzeit in Deutschland orientiert sich Großbritannien an der British Summer Time, die im Alltag ebenfalls eine Stunde Zeitunterschied bedeutet.
Warum Big Ben auf jede London-Reise gehört
Big Ben London gehört zu den Orten, die ein diffuses Gefühl von „Ich bin wirklich hier“ auslösen. Wer vom Ufer der Themse aus den Blick über den Turm, die Parlamentfassade und das London Eye schweifen lässt, spürt die Verdichtung von Geschichte, Politik und Popkultur. Szenen aus Filmen, Serien, Nachrichtensendungen und Fußballübertragungen verbinden sich mit der realen Erfahrung vor Ort. Für viele Reisende aus Deutschland hat dieser Moment eine ähnlich ikonische Wirkung wie der erste Blick auf das Brandenburger Tor oder das erste Mal vor der Tower Bridge zu stehen.
Der Besuch von Big Ben lässt sich ideal mit einem Spaziergang durch das politische und historische Herz Londons verbinden. In wenigen Minuten ist die Westminster Abbey erreichbar, in der zahlreiche britische Monarchen gekrönt und beigesetzt wurden. Auch Staatsmänner, Wissenschaftler und Dichter wie Isaac Newton oder Charles Darwin haben hier ihre letzte Ruhestätte. In der anderen Richtung führen Wege entlang der Themse zu Sehenswürdigkeiten wie dem London Eye oder weiter in Richtung Tate Modern. Wer sich für Politik interessiert, kann geführte Rundgänge im Palace of Westminster buchen, bei denen der Plenarsaal des Unterhauses, das Oberhaus und historische Hallen gezeigt werden.
Ein weiterer Grund, warum Big Ben so stark auf ausländische Besucher wirkt, ist sein permanenter Auftritt in Medien. Deutsche Fernsehzuschauer kennen den Turm aus Liveschalten der ARD- und ZDF-Korrespondenten, aus Dokumentationen der BBC, aus Spielfilmen und Serien. Wenn die Glocken von Big Ben in der Silvesternacht erschallen, zeigen internationale Nachrichtensender den Turm häufig als eines der ersten Bilder im neuen Jahr. Dieser mediale Overkill könnte theoretisch zu einer gewissen Abstumpfung führen – tatsächlich berichten viele Reisende aber von einem gegenteiligen Effekt: Der Moment, in dem das vertraute Motiv plötzlich real vor einem steht, erzeugt starke Emotionen.
Neben den klassischen Fotoperspektiven bieten sich für ruhigere Eindrücke kleinere Umwege an. Überquert man die Westminster Bridge und biegt links auf die Uferpromenade ab, eröffnen sich abwechslungsreiche Blicke über die Themse auf Turm und Parlamentsgebäude. In den frühen Morgenstunden, wenn die Pendlerströme noch nicht eingesetzt haben, liegt oft eine fast unerwartete Ruhe über diesem Abschnitt. Besonders eindrücklich ist die Stimmung bei leichtem Nebel oder feinem Nieselregen – Wetterlagen, die für London typisch sind und der Szene eine beinahe literarische Note verleihen.
Gerade für Familien und Bildungsreisen aus Deutschland bietet sich Big Ben als Einstieg in britische Geschichte und Politik an. Viele Reiseführer und deutschsprachige Audioguides erläutern vor Ort die Bedeutung des Parlaments, die Rolle des Premierministers, das Verhältnis zur Monarchie und die Entstehung des modernen Vereinigten Königreichs. So wird aus dem Fotostopp ein lebendiges Geschichtsseminar. In Zeiten globaler Krisen und politischer Umbrüche kann der Blick auf einen Turm, der seit mehr als 150 Jahren über Debatten und Entscheidungen wacht, auch Zuversicht vermitteln.
Big Ben London in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke
In sozialen Netzwerken gehört Big Ben zu den meistgeteilten London-Motiven. Egal ob Sonnenuntergangsfotos, Zeitraffer-Videos der vorbeiziehenden Wolken, TikTok-Clips mit Straßenkünstlern oder Instagram-Stories aus der Silvesternacht – der Turm fungiert als visuelles Ankerbild, das sofort verrät, wo man sich befindet. Hashtags wie #bigben, #london oder #elizabethtower sammeln hunderttausende Beiträge. Viele deutsche Reisende nutzen die Plattformen, um vorab Perspektiven zu entdecken und später ihre eigenen Eindrücke zu teilen.
Big Ben London — Reaktionen, Stimmungen und Trends in den sozialen Medien:
Häufige Fragen zu Big Ben London
Wo genau befindet sich Big Ben London?
Big Ben steht am nördlichen Ende des Palace of Westminster im Zentrum Londons, direkt an der Themse. Die nächstgelegene U-Bahn-Station ist „Westminster“, von der aus es nur wenige Schritte bis zum Turm sind.
Ist Big Ben der Name des Turms oder der Glocke?
Streng genommen bezeichnet „Big Ben“ die große Glocke im Inneren des Uhrturms. Im allgemeinen Sprachgebrauch hat sich der Name jedoch für den gesamten Turm eingebürgert, der offiziell „Elizabeth Tower“ heißt.
Kann man Big Ben von innen besichtigen?
Der Turm ist Teil des britischen Parlaments und nur im Rahmen spezieller Touren zugänglich, die durch das Parlament organisiert werden. Innenbesichtigungen sind für die breite Öffentlichkeit begrenzt. Öffentliche Führungen durch das Palastgebäude selbst sind häufiger möglich, beinhalten jedoch in der Regel keinen Aufstieg in den Turm. Aktuelle Regelungen sollten direkt beim britischen Parlament geprüft werden.
Wie komme ich von Deutschland aus am besten zu Big Ben?
Von großen deutschen Flughäfen wie Frankfurt, München oder Berlin gibt es Direktflüge zu mehreren Londoner Flughäfen. Von dort aus führen Züge, U-Bahn-Linien und Busse ins Stadtzentrum. Alternativ ist die Anreise mit der Bahn über Brüssel oder Paris und weiter mit dem Eurostar möglich. In London bringt die U-Bahn-Linie zur Station „Westminster“ Besucher direkt in Sichtweite von Big Ben.
Wann ist die beste Zeit, Big Ben zu besuchen?
London ist ganzjährig ein Reiseziel. Für angenehmes Wetter bieten sich die Monate späten Frühling bis Frühherbst an. Für Fotos sind frühe Morgenstunden oder der späte Nachmittag besonders geeignet. Abends sorgt die Beleuchtung von Zifferblättern und Fassade für eine stimmungsvolle Atmosphäre.
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