Bilfinger, Aktie

Bilfinger Aktie: Auftragseingang bricht ein

Veröffentlicht am: 12.08.2026 um 07:40 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Bilfinger verzeichnet im zweiten Quartal einen deutlichen Rückgang des Auftragseingangs, steigert aber Umsatz und Gewinn. Der Konzern bestätigt die Jahresprognose, senkt jedoch das Margenziel.

Bilfinger: Geopolitische Krisen drücken Neugeschäft, Gewinn steigt trotzdem
Düstere Industrielandschaft mit schweren Baumaschinen bei Dämmerung, symbolisiert wirtschaftliche Flaute. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Geopolitische Spannungen am Persischen Golf hinterlassen bei Bilfinger deutliche Spuren im Neugeschäft. Der Industriedienstleister meldete für das zweite Quartal einen um 16 Prozent gesunkenen Auftragseingang – auf knapp 1,5 Milliarden Euro. Trotzdem verdiente der Konzern mehr als im Vorjahr.

Zurückhaltende Kunden, robuste Zahlen

Der Umsatz legte um sieben Prozent auf 1,45 Milliarden Euro zu, das operative Ergebnis (Ebita) stieg um vier Prozent auf 77 Millionen Euro. Damit traf Bilfinger die Analystenschätzungen von im Schnitt 75 Millionen Euro Ebita nahezu punktgenau. Der Konzerngewinn kletterte dank einer günstigeren Steuerquote auf 54 Millionen Euro, nach 48 Millionen Euro im Vorjahresquartal.

Ein Schönheitsfehler bleibt die Marge: Sie sank von 5,5 auf 5,3 Prozent und liegt damit unter dem für das Gesamtjahr ausgegebenen Zielkorridor von 5,8 bis 6,2 Prozent. Unternehmenschef Thomas Schulz begründete die Zurückhaltung der Kunden mit der geopolitischen Unsicherheit im zweiten Quartal, erwartet aber für die zweite Jahreshälfte eine Belebung der Nachfrage. Bilfinger betont zugleich, dass der Auftragseingang trotz des Rückgangs der dritthöchste der vergangenen zehn Jahre gewesen sei – gemessen am "außerordentlich starken" Vorjahreswert falle der Vergleich nur besonders hart aus.

Prognose bestätigt, Margenziel nach unten gerückt

Die Ziele für Umsatz und freien Barmittelzufluss 2026 bleiben unverändert: Der Vorstand plant weiterhin mit 5,4 bis 5,9 Milliarden Euro Umsatz und einem freien Cashflow zwischen 250 und 300 Millionen Euro. Bei der Ebita-Marge peilt Bilfinger nun allerdings das untere Ende der Zielspanne an – ein Signal, dass der Sparkurs zwar Wirkung zeigt, das schwächere Neugeschäft aber auf die Profitabilität drückt.

Für Kontinuität an der Konzernspitze ist derweil gesorgt: Der Aufsichtsrat hat den Vertrag von CEO Thomas Schulz, der Bilfinger seit März 2022 führt, bis Ende Februar 2032 verlängert. Unter seiner Führung kehrte der Konzern 2024 in den MDAX zurück und wurde im Juni 2025 in den Stoxx Europe 600 aufgenommen.

Ob sich die von Schulz erwartete Belebung der Nachfrage in der zweiten Jahreshälfte tatsächlich einstellt, dürfte sich vor allem am Auftragseingang der kommenden Quartale ablesen lassen. Die Marge im unteren Zielband zeigt bereits jetzt, wie eng der Spielraum geworden ist.

Anzeige

Bilfinger-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Bilfinger-Analyse vom 12. August liefert die Antwort:

Die neusten Bilfinger-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Bilfinger-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 12. August erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Bilfinger: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Disclaimer...

de | DE0005909006 | BILFINGER | boerse | 69939120 |