Bitcoin: Blockiert trotz ETF-Geld
Veröffentlicht am: 08.08.2026 um 03:59 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Institutionelles Kapital strömt zurück in Bitcoin-ETFs, während der Kurs seit Wochen an derselben Linie abprallt. Diese Diskrepanz zwischen Kapitalflüssen und Kursverlauf ist derzeit die eigentliche Geschichte hinter Bitcoin. Der Angst-und-Gier-Index steht bei 25 und signalisiert extreme Angst — ausgerechnet in einer Phase, in der große Adressen kräftig zukaufen.
Bitcoin notiert bei rund 64.300 Dollar und kommt seit drei Wochen nicht über den 50-Tage-Durchschnitt bei 64.587 Dollar hinaus. Jeder Ausbruchsversuch scheiterte bislang an dieser Marke. Darüber wartet der 100-Tage-Durchschnitt bei rund 67.000 Dollar, darunter die Unterstützungszone um 62.500 bis 63.000 Dollar. Der US-Arbeitsmarktbericht am Freitag sollte die Richtung vorgeben — Volkswirte rechneten mit rund 83.000 neuen Stellen, während einzelne Häuser wie Vanguard deutlich niedrigere Zahlen für möglich hielten, was Zinssenkungserwartungen sofort neu befeuern würde.
ETF-Gelder ohne Kursreaktion
Die US-Spot-ETFs sammelten in den ersten drei August-Handelstagen 626 Millionen Dollar ein, ohne einen einzigen Abflusstag. BlackRocks iShares Bitcoin Trust trug daran den größten Anteil bei. Parallel dazu bauten große Wallets binnen kurzer Zeit BTC im Wert von rund 1,2 Milliarden Dollar auf. Trotzdem bewegt sich der Kurs kaum — ein Muster, das zeigt, wie viel Kapital ein Markt mit einer Bewertung von 1,29 Billionen Dollar inzwischen braucht, um überhaupt spürbar auszubrechen.
Der Marktanteil von Bitcoin an der gesamten Kryptowährungslandschaft liegt bei 56,7 Prozent. Belastend wirkt zusätzlich der CLARITY Act: Die Wahrscheinlichkeit einer Verabschiedung sank auf Prognosemärkten zuletzt auf 28 Prozent.
Sicherheitslücken belasten die Stimmung
Zur Verunsicherung trägt eine Serie von Sicherheitsvorfällen bei. Der Zahlungsdienst BTCPay Server warnte vor einer aktiv ausgenutzten kritischen Schwachstelle und forderte Nutzer auf, umgehend auf Version 2.4.2 zu aktualisieren. Wer nicht sofort updaten könne, solle den Server komplett abschalten, hieß es. Wie viele Nutzer betroffen sind oder ob bereits Gelder verloren gingen, blieb offen.
Der Vorfall reiht sich in eine Häufung von Angriffen auf Bitcoin-Infrastruktur ein. Erst zuvor hatte eine Firmware-Schwachstelle bei Hardware-Wallets des Herstellers Coldcard zu bestätigten Verlusten von rund 100 Millionen Dollar geführt. Sicherheitsforscher bringen beide Fälle zunehmend mit KI-gestützten Angriffsmethoden in Verbindung, die Schwachstellen schneller aufspüren, als Entwicklerteams sie schließen können.
Für die kommenden Handelstage bleibt die Marke von 64.587 Dollar der entscheidende Prüfstein. Gelingt der Sprung darüber, öffnet sich der Weg Richtung 65.500 und weiter zum 100-Tage-Durchschnitt bei 67.000 Dollar. Rutscht der Kurs dagegen unter 63.000 Dollar, rückt die Unterstützungszone bei 62.500 Dollar wieder in den Blick.
Bitcoin-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Bitcoin-Analyse vom 8. August liefert die Antwort:
Die neusten Bitcoin-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Bitcoin-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 8. August erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Bitcoin: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
