Bitcoin, ETFs

Bitcoin: ETFs drehen 2026 ins Minus

Veröffentlicht am: 07.11.2026 um 22:34 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Nettoabzüge von 914 Millionen Dollar drückten die US-Bitcoin-ETFs ins Minus; Bitcoin notierte zum Wochenende bei rund 75.880 Dollar.
Ein minimalistischer Büroarbeitsplatz mit Blick auf eine Finanzmetropole durch ein großes Fenster. Illustration mit AI erstellt.

Die Bitcoin-ETFs in den USA haben ihre Jahresgewinne binnen einer Woche verloren. Nach Abflüssen von 1,28 Milliarden Dollar liegt der Jahressaldo wieder im negativen Bereich. Parallel dazu rutschte Bitcoin in der Nähe von 76.000 Dollar.

Schwächste Woche seit Juni

Es war die zweite Verlustwoche in Folge und die schlechteste seit Ende Juni. Damals flossen 1,79 Milliarden Dollar ab. An vier von fünf Handelstagen zogen Anleger Geld ab, nur der Mittwoch brachte einen kleinen Zufluss. Den größten Abfluss verbuchten die Fonds am Donnerstag mit rund 430 Millionen Dollar, dicht gefolgt vom Freitag.

Das Jahresplus von etwa 368 Millionen Dollar, das die Fonds seit Ende September aufgebaut hatten, kippte schon am Montag ins Minus. Zum Wochenschluss standen rund 914 Millionen Dollar Nettoabflüsse seit Januar zu Buche. Der Gesamtwert der gehaltenen Bitcoin sank um 2,3 Prozent auf 95,9 Milliarden Dollar.

BlackRocks IBIT dominierte die Abflüsse: Am Freitag entfielen rund 403 Millionen Dollar und damit etwa 88 Prozent der Bruttoabflüsse des Tages auf den Marktführer. Fidelitys FBTC verzeichnete dagegen einen Zufluss von knapp 43 Millionen Dollar.

Politik und Tech-Selloff belasten

Als Auslöser gelten die US-Zwischenwahlen. Nach dem Sieg der Demokraten im Kongress und wachsenden Zweifeln an den KI-Ausgaben gerieten Aktien und Kryptowerte gleichermaßen unter Druck. Bitcoin verlor am Donnerstag allein 5,6 Prozent. Marktbeobachter verweisen zudem darauf, dass ein politischer Wandel in Texas den Ausbau von Mining-Anlagen und Rechenzentren bremsen könnte.

Auffällig ist die enge Kopplung an die Aktienmärkte. Zeitweise bewegte sich Bitcoin fast im Gleichschritt mit dem S&P 500, während der Nasdaq im Tech-Ausverkauf deutlich nachgab. Von einem sicheren Hafen ist die Kryptowährung damit weit entfernt.

Auch andere Fonds leiden. Ether-ETFs verloren die sechste Woche in Folge Geld, Solana-Produkte die fünfte. Die Schwäche zieht sich also durch den gesamten Markt.

Ein Fall am Rande

Für Schlagzeilen sorgte zudem ein Ex-FBI-Agent, der sich schuldig bekannte, Kryptowerte im Umfang von rund 2,47 Millionen Dollar aus Wallets laufender Ermittlungen gestohlen zu haben. Marktrelevant ist der Fall kaum, er unterstreicht aber die Sicherheitsdebatte um Verwahrung. Das Strafmaß soll am 4. März 2027 verkündet werden.

Zum Wochenende notierte Bitcoin bei etwa 75.880 Dollar. Die nächsten ETF-Daten am Montag zeigen, ob die Abflüsse nach dem Wahlschock anhalten oder abebben.

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