BMW, Aktie

BMW Aktie: China-Absatz bricht um 21 Prozent ein

Veröffentlicht am: 23.10.2026 um 18:09 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Jefferies erwartet sinkende Autoerlöse, während BMW die Rückkäufe fortsetzen will; im dritten Quartal gingen die Auslieferungen zurück.
BMW AG (DE0005190003): Flatlay-Arrangement mit Aktienzertifikat, ISIN-Karte, Zahnrad, Autoschlüssel und Arbeitshandschuhen ohne Emblem Illustration mit AI erstellt.

Bei BMW stehen schwächere Absatzperspektiven einer Fortsetzung der Aktienrückkäufe gegenüber. Diese Kombination prägt die Einordnung von Jefferies: Das Analysehaus beließ die Einstufung auf „Hold“ und das Kursziel bei 60 Euro. Für Anleger liegt der entscheidende Unterschied zwischen der operativen Entwicklung und den geplanten Kapitalrückflüssen. Die Rückkäufe beseitigen die Belastungen im Autogeschäft nicht.

Weniger Absatz trifft auf ungünstigeren Produktmix

Jefferies-Analyst Philippe Houchois überarbeitete nach BMWs Vorab-Aussagen zum dritten Quartal seine Schätzungen. Er erwartete einen Rückgang des Auto-Umsatzes um 7 %. Als Gründe nannte er geringere Auslieferungen, den Lagerabbau und einen ungünstigeren Produktmix.

Damit beschränkt sich die Umsatzfrage nicht darauf, wie viele Fahrzeuge BMW verkauft. In der Einschätzung von Houchois kommen weitere Belastungen hinzu. Seine Erwartung ist allerdings eine Prognose und keine bereits gemeldete Umsatzentwicklung.

Die Absatzmeldung vor rund zwei Wochen verdeutlichte die operative Schwäche: Im dritten Quartal 2026 lieferte BMW weltweit 551.072 Automobile aus. Das entsprach einem Rückgang von 6,3 % gegenüber dem Vorjahresquartal.

Hinter der weltweiten Entwicklung stehen erhebliche regionale Unterschiede. Das Wachstum in Europa und den USA konnte den Rückgang auf Konzernebene nicht verhindern. Für die Bewertung der Geschäftslage reicht deshalb der Blick auf einzelne positive Regionen nicht aus.

In China verzeichnete BMW dagegen einen Rückgang von 21,2 %.

Auch das Elektrogeschäft entwickelte sich anders als der Gesamtabsatz. Diese gegenläufige Bewegung ist ein wichtiger Unterschied innerhalb der Absatzbilanz, aber noch kein Beleg für eine Erholung des gesamten Automobilgeschäfts.

Bei den vollelektrischen Fahrzeugen meldete BMW für das dritte Quartal 2026 ein Plus von 7,2 %. Die Zahl der Auslieferungen erreichte 110.257 Fahrzeuge.

Rückkäufe ersetzen keine operative Erholung

Auf der Kapitalseite enthält die Jefferies-Einschätzung einen Gegenpunkt: Nach Angaben des Analysehauses bestätigte BMW die Fortsetzung der Aktienrückkäufe nach dem Auslaufen des laufenden Programms im November.

Für Aktionäre sind das zwei getrennte Entwicklungen. Der angekündigten Fortsetzung der Rückkäufe steht eine vorsichtige Umsatzerwartung gegenüber. Aus der Kapitalmaßnahme allein lässt sich daher keine Verbesserung von Absatz oder Produktmix ableiten.

Die Quartalsmitteilung zum 30.09.2026 ist für den 04.11.2026 angekündigt. Sie bildet den nächsten konkreten Termin für die Einordnung der Geschäftsentwicklung. Entscheidend bleibt, wie sich die von Jefferies genannten Belastungen in den Geschäftszahlen niederschlagen.

Anzeige

BMW-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue BMW-Analyse vom 23. Oktober liefert die Antwort:

Die neusten BMW-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für BMW-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 23. Oktober erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

BMW: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Disclaimer...
de | DE0005190003 | BMW | boerse | 70400441 |