BofA, ASML

BofA traut ASML neuen Rekordwert zu

Veröffentlicht am: 07.10.2026 um 05:57 Uhr | Redaktion boerse-global.de

BofA erwartet höhere Systempreise und mehr Auslieferungen; ASML kaufte eigene Aktien zurück, während die Nachfrage in Europa schwach bleibt.

Fotorealistische Aufnahme einer generischen EUV-Lithographiemaschine in einem hellen Halbleiter-Reinraum mit blauweißer Beleuchtung und komplexer Präzisionsmechanik
ASML Holding NL0010273215 fotorealistische EUV Lithographiemaschine steht im modernen Halbleiter Reinraum beleuchtet Illustration mit AI erstellt.

Optimismus bei Lithografiesystemen treibt Kursziel

Gestern hat BofA Securities das Kursziel für ASML spürbar angehoben. Die Analysten sehen den fairen Wert der Aktie bei 2.557 Euro, nachdem die Zielmarke zuvor bei 2.452 Euro lag. Die Einstufung beließ das Haus auf Buy.

Hintergrund der Anhebung sind veränderte Erwartungen an das operative Geschäft. Die Experten kalkulieren mit höheren Preisen für die Lithografiesysteme des Ausrüsters. Zudem rechnen sie mit steigenden Auslieferungsmengen bei extrem-ultravioletten Systemen (EUV) sowie bei Trockensystemen.

An den Börsen spiegelte sich die Zuversicht am Dienstag nicht unmittelbar wider. Der Aktienkurs sank um 1,9 Prozent und schloss bei 1.627,40 Euro. Über einen Zeitraum von sieben Tagen verzeichnet das Papier dennoch ein Plus von 1,8 Prozent.

Zahlenwerk für das dritte Quartal rückt näher

Die neue Zielmarke fällt in eine wichtige Phase vor dem nächsten Zwischenbericht. Am 14. Oktober veröffentlicht das Unternehmen die offiziellen Ergebnisse für das dritte Quartal 2026. Anleger achten dabei besonders auf das Tempo beim Auftragseingang und die Auslastung der Produktion.

Flankiert wird die Vorbereitung auf die Zwischenbilanz durch laufende Kapitalmaßnahmen. Im Rahmen des bestehenden Rückkaufprogramms erwarb der Konzern 277.000 eigene Anteile für insgesamt 442.481.981 Euro.

Sie unterstreichen zugleich den finanziellen Spielraum des Unternehmens vor dem Zwischenbericht.

Mahnende Töne zur Nachfrage in Europa

Trotz der globalen Nachfrageperspektiven verläuft die Entwicklung regional unterschiedlich. Das Unternehmen verkaufe dort absolut nichts.

Als Ursache nannte Heemskerk das Ausbleiben von Investitionen in Halbleiterfabriken sowie fehlende Nachfrage auf dem Kontinent. Er forderte die europäische Politik auf, gezielt Anreize für den Bedarf an in Europa gefertigten Chips zu schaffen.

Für ASML bleibt das internationale Geschäft die tragende Säule. Der Quartalsbericht am 14. Oktober wird zeigen, wie stark die weltweiten Bestellungen die Zurückhaltung in Europa ausgleichen.

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