Booz, Hamilton

Booz Allen Hamilton Aktie: Gewinn trotz Umsatzminus

Veröffentlicht am: 23.10.2026 um 15:52 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Im zweiten Quartal sank der Umsatz, wĂ€hrend der bereinigte Gewinn je Aktie zunahm; fĂŒr das GeschĂ€ftsjahr erhöhte Booz Allen die Gewinnspanne.
Abstraktes, professionelles BĂŒroambiente als Symbol fĂŒr strategische Unternehmensberatung und wirtschaftliche StabilitĂ€t. Illustration mit AI erstellt.

Weniger Umsatz, mehr Gewinn je Aktie: Booz Allen Hamilton hat fĂŒr das zweite Quartal des GeschĂ€ftsjahres 2027 ein zweigeteiltes Bild vorgelegt. Der Berater fĂŒr Regierungsbehörden hebt trotzdem seine Gewinnprognose an.

Marge statt Wachstum

Der Umsatz sank im Quartal um 3,9 Prozent auf 2,8 Milliarden Euro... genauer: auf 2,78 Milliarden Dollar. Der bereinigte Gewinn je Aktie stieg dagegen um 18,1 Prozent auf 1,76 Dollar. Der Nettogewinn lag bei 181 Millionen Dollar.

Das Umsatzminus relativiert sich etwas, wenn man durchlaufende Kosten herausrechnet. Ohne diese Posten ging der Erlös nur um 0,8 Prozent zurĂŒck. Der bereinigte EBITDA-Wert fiel um 3,4 Prozent auf 313 Millionen Dollar, die Marge auf den Umsatz verbesserte sich aber leicht auf 11,3 Prozent. Beim freien Cashflow gab es einen DĂ€mpfer: Er sank auf 263 Millionen Dollar, nach 395 Millionen im Vorjahresquartal.

Zwei GeschÀftswelten

Das Management spricht von "bifurcated market dynamics", also einem gespaltenen Markt. Das GeschÀft mit nationaler Sicherheit legte ohne durchlaufende Kosten um 5,9 Prozent zu. Das ZivilgeschÀft leidet dagegen weiter unter Verzögerungen bei Ausschreibungen und langsamen Programmstarts.

Der Auftragsbestand liegt bei 41 Milliarden Dollar, ein Plus von 2 Prozent. Das VerhĂ€ltnis von AuftrĂ€gen zu Umsatz erreichte im Quartal 1,5. Über zwölf Monate liegt es bei 1,1.

Die Strategie zielt auf Technologie statt reiner Arbeitsstunden. Im Quartal flossen 795 Millionen Dollar in ZukĂ€ufe, vor allem in die Übernahme von Ultra I&C Mission Solutions. Zudem treibt das Unternehmen Cyberprodukte wie Vellox voran. Die Nettoverschuldung stieg dadurch auf das 3,3-Fache des operativen Ergebnisses, nach dem 2,5-Fachen im Vorjahr.

Höhere Prognose, vorsichtiger Markt

FĂŒr das Gesamtjahr erwartet Booz Allen nun einen bereinigten Gewinn je Aktie von 6,50 bis 6,70 Dollar. Zuvor lag die Spanne bei 6,00 bis 6,35 Dollar. Der Umsatz soll zwischen 11,3 und 11,6 Milliarden Dollar liegen, das entsprĂ€che 1 bis 3 Prozent Wachstum. Der freie Cashflow soll 850 bis 925 Millionen Dollar erreichen.

Im zweiten Halbjahr rechnet das Management mit RĂŒckenwind: Die Pipeline im Bereich nationale Sicherheit liegt ĂŒber 20 Prozent ĂŒber dem Vorjahr, und die RĂŒckgĂ€nge im ZivilgeschĂ€ft sollen nachlassen. Die Aktie notierte vorbörslich zeitweise gut 3 Prozent im Plus bei 81 Dollar, bewegte sich spĂ€ter aber deutlich schwĂ€cher. Anleger scheinen das magere Umsatzwachstum gegen die Gewinnsteigerung abzuwĂ€gen.

Die Dividende von 0,59 Dollar je Aktie wird am 4. Dezember 2026 an AktionÀre ausgezahlt, die am 12. November im Register stehen. Ob die Zivilsparte wie versprochen die Kurve kriegt, zeigen die nÀchsten Quartalszahlen: Das Management setzt auf ein stÀrkeres zweites Halbjahr.

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