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Catena Media Aktie: Jahresziel zurückgenommen

Veröffentlicht am: 19.10.2026 um 10:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Schwächere Quartalswerte und veränderte Suchgewohnheiten belasten Catena Media; für 2026 erwartet das Unternehmen kein zweistelliges organisches Wachstum mehr.
Ein Finanzanalyst sitzt nachdenklich an einem Laptop in einem modernen, hellen Büro. Illustration mit AI erstellt.

Catena Media hat sein Jahresziel zurückgenommen und schwache vorläufige Quartalszahlen vorgelegt. Die am Freitag veröffentlichten Unternehmensangaben belasten die Aktie heute mit einer Tagesveränderung von -23%. Für 2026 erwartet das Unternehmen kein zweistelliges organisches Wachstum bei Umsatz und bereinigtem EBITDA mehr. Als Belastungen nennt Catena Media Veränderungen bei der Internetsuche und geringere Marketingbudgets von Betreibern.

Umsatz und operatives Ergebnis sinken

Der vorläufige Umsatz des dritten Quartals sank auf EUR 8,3 Mio. Im Vorjahreszeitraum hatte Catena Media EUR 11,6 Mio. erzielt. Damit betrifft die Schwäche bereits das laufende Geschäft und nicht allein die Erwartungen für das Gesamtjahr.

Beim bereinigten operativen Ergebnis fällt der Rückgang ebenfalls deutlich aus. Das bereinigte EBITDA erreichte nach vorläufigen Angaben EUR 0,7 Mio. gegenüber EUR 2,9 Mio. im Vorjahresquartal.

Für Anleger ist die Kombination entscheidend: Catena Media meldet weniger Umsatz und ein niedrigeres bereinigtes Ergebnis. Zugleich entfällt die bisherige Wachstumserwartung. Die Rücknahme des Jahresziels ist allerdings nicht gleichbedeutend mit einer konkreten neuen Prognose für die Höhe beider Kennzahlen.

Suchwandel und Wertminderung belasten

Das Unternehmen verweist auf rückläufige traditionelle Suchmaschinen-Rankings und eine veränderte KI-gestützte Suche. Hinzu kommen reduzierte Marketingbudgets von Betreibern. Catena Media nennt damit sowohl Veränderungen bei der Suche als auch Einschränkungen auf der Budgetseite als Ursachen der Geschäftsschwäche.

Zusätzlich erwartet das Unternehmen eine nicht zahlungswirksame Wertminderung auf immaterielle Vermögenswerte von EUR 30–35 Mio. Diese erwartete Belastung ist vom Rückgang des bereinigten EBITDA zu unterscheiden: Sie betrifft die Bewertung von Vermögenswerten und verursacht nach Unternehmensangaben keinen Zahlungsmittelabfluss.

Die Ergebnisentwicklung und die erwartete Abschreibung setzen damit unterschiedliche Schwerpunkte. Erstere zeigt die operative Schwäche des Quartals. Letztere betrifft die bilanziellen Wertansätze.

Vollständiger Bericht folgt im November

Noch am 12. Oktober hatte Catena Media den Rückkauf von 108.100 eigenen Aktien im Rahmen des laufenden Rückkaufprogramms gemeldet. Diese Kapitalmaßnahme ändert nichts an der anschließend veröffentlichten schwächeren Geschäftsentwicklung.

Den Zwischenbericht für das dritte Quartal will Catena Media am 10. November um 17:35 CET veröffentlichen. Anschließend ist um 18:00 CET ein Webcast vorgesehen.

Dieser Termin bietet den nächsten Anlass für eine ausführlichere Einordnung der vorläufigen Zahlen. Im Mittelpunkt stehen dabei die genannten Belastungen des Geschäfts und die Rücknahme des bisherigen Wachstumsziels.

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