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Cboe Global Markets Aktie: Rekordquartal dank 0DTE

Veröffentlicht am: 30.10.2026 um 13:24 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Cboe übertraf im dritten Quartal die Gewinnschätzungen und erhöhte die Jahresziele; kurzlaufende Indexoptionen trugen maßgeblich zum Wachstum bei.
Abstrakte Darstellung eines dynamischen Finanzmarktumfelds mit digitalen Datenströmen und professioneller Lichtstimmung. Illustration mit AI erstellt.

Cboe hat im dritten Quartal die Erwartungen übertroffen und die Prognose für 2026 angehoben. Treiber ist vor allem der Optionshandel, in dem kurzlaufende Kontrakte Rekordaktivität erzeugten. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 3,63 Dollar, die Analysten hatten mit 3,42 Dollar gerechnet.

Optionen tragen das Wachstum

Der Nettoumsatz stieg um 18 Prozent auf 712,2 Millionen Dollar und lag damit leicht über der Konsensschätzung von 707,3 Millionen Dollar. Das Segment Optionen steuerte allein 469,5 Millionen Dollar bei, ein Plus von 23 Prozent. Das durchschnittliche Tagesvolumen bei Indexoptionen legte um 24 Prozent zu, getragen von Rekordhandel in 0DTE-Kontrakten. Hinzu kam ein höherer Erlös je Kontrakt, weil Indexoptionen einen größeren Anteil am Volumen hatten.

Der Gewinn je Aktie nach US-GAAP erreichte mit 4,08 Dollar einen Rekord, 43 Prozent mehr als im Vorjahr. Darin steckt ein Buchgewinn aus dem Verkauf des Australien-Geschäfts an TMX, der die Steuerquote zusätzlich drückte. Die bereinigte Zahl blendet solche Effekte aus und ist der sauberere Vergleichsmaßstab.

Nicht überall lief es gut. Das Futures-Geschäft schrumpfte um 5 Prozent, und in den Aktienmärkten verlor Cboe Marktanteile: Im europäischen Aktienhandel sank er auf 23,0 Prozent nach 25,4 Prozent im Vorjahr, an den US-Börsen auf 8,9 Prozent.

Höhere Ziele, niedrigere Kosten

Das Management zieht die Jahresziele nach oben. Das organische Nettoumsatzwachstum soll nun im Bereich "high teens" liegen, zuvor waren es "mid to high teens". Für die Datensparte Data Vantage peilt Cboe ein Wachstum im mittleren statt im niedrigen Zehnerbereich an.

Die bereinigten Betriebskosten sollen nur noch 830 bis 845 Millionen Dollar betragen, zuvor lag die Spanne bei 838 bis 853 Millionen Dollar. Die Kostenbasis profitiert vom angekündigten Umbau, der Gehaltskosten senkt.

Strategisch betont CEO Craig Donohue die bis 2051 verlängerte exklusive S&P-Lizenz, die SPX und VIX langfristig absichert. Außerdem hat Cboe von der Börsenaufsicht SEC die nötigen Genehmigungen erhalten, um Ereigniskontrakte auf Unternehmenskennzahlen zu listen und zu clearen. Der Start ist für November geplant.

Kapitalrückgabe

Die Aktionäre erhielten im Quartal 0,86 Dollar Dividende je Aktie. Der Verwaltungsrat hatte am 22. Oktober die Rückkaufermächtigung um 550 Millionen Dollar erhöht. Zum 28. Oktober standen damit rund eine Milliarde Dollar für Aktienrückkäufe bereit.

Die Aktie schloss zuletzt bei 314,25 Dollar und liegt auf Zwölfmonatssicht knapp 28 Prozent im Plus. Im November rückt der Start der Kennzahlen-Kontrakte in den Mittelpunkt, der zeigt, ob Cboe sein Produktangebot über Indexoptionen hinaus erweitern kann.

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