Celcuity, Aktie

Celcuity Aktie: NĂ€chste Zulassung angepeilt

Veröffentlicht am: 26.08.2026 um 16:29 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Celcuity beantragt FDA-Zulassung fĂŒr REVTORPYK bei PIK3CA-mutiertem Brustkrebs. Phase-3-Daten zeigen 50 Prozent geringeres Progressionsrisiko.
Ein modernes, steriles Labor mit medizinischen ForschungsgerÀten im Hintergrund und einem Glasbecher auf einem Labortisch. Illustration mit AI erstellt.

Celcuity legt nach. Nur sechs Wochen nach der ersten FDA-Zulassung fĂŒr REVTORPYK hat das Unternehmen bereits den nĂ€chsten regulatorischen Schritt eingereicht — diesmal fĂŒr eine deutlich grĂ¶ĂŸere Patientengruppe.

Das Biotech-Unternehmen aus Minneapolis reichte eine ergÀnzende Zulassungsanwendung (sNDA) bei der US-Arzneimittelbehörde FDA ein. Ziel ist die Erweiterung von REVTORPYK (Gedatolisib) auf Patienten mit HR-positivem, HER2-negativem, fortgeschrittenem oder metastasiertem Brustkrebs mit einer PIK3CA-Mutation. Bislang deckt die im Juli erteilte Zulassung nur Patienten ohne diese Mutation ab.

Warum die Mutation der SchlĂŒssel ist

Der Unterschied ist relevant, denn PIK3CA-Mutationen treten bei rund 40 Prozent der HR+/HER2--Brustkrebspatienten auf — und dieser Subtyp macht wiederum etwa 70 Prozent aller BrustkrebsfĂ€lle aus. Die neue Einreichung könnte den adressierbaren Markt fĂŒr REVTORPYK also erheblich vergrĂ¶ĂŸern.

Basis der Antragstellung sind Daten aus der Phase-3-Studie VIKTORIA-1. In der PIK3CA-mutierten Kohorte senkte die Kombination aus REVTORPYK, Fulvestrant und Palbociclib das Risiko fĂŒr Krankheitsprogression oder Tod um 50 Prozent gegenĂŒber der Vergleichstherapie Alpelisib plus Fulvestrant. Das progressionsfreie Überleben lag im Median bei 11,1 Monaten gegenĂŒber 5,6 Monaten in der Kontrollgruppe. Die Zweifachkombination aus REVTORPYK und Fulvestrant erreichte mit 49 Prozent Risikoreduktion ein vergleichbares Ergebnis.

Auch bei den Ansprechraten ĂŒberzeugten die Daten: Die Dreifachkombination erzielte eine objektive Ansprechrate von 49 Prozent bei einer medianen Ansprechdauer von 15,7 Monaten. Die Zweifachkombination kam auf 36 Prozent Ansprechrate, hielt dafĂŒr mit 24,2 Monaten deutlich lĂ€nger an.

Erste und einzige Option ihrer Art

Sollte die FDA zustimmen, wĂ€re REVTORPYK nach Unternehmensangaben die erste und einzige Therapie fĂŒr PIK3CA-mutierten fortgeschrittenen Brustkrebs, die sĂ€mtliche Klasse-I-PI3K-Isoformen sowie beide mTOR-Komplexe gleichzeitig blockiert.

Das Sicherheitsprofil der neuen Kohorte fiel den Studiendaten zufolge vergleichbar mit dem bereits zugelassenen Anwendungsgebiet aus — inklusive der bekannten Nebenwirkungen wie Stomatitis, HautausschlĂ€gen und erhöhten Blutzuckerwerten, die bereits bei der Erstzulassung dokumentiert wurden.

FĂŒr Celcuity ist die Einreichung der logische nĂ€chste Schritt einer Strategie, die REVTORPYK schrittweise auf immer mehr Patientengruppen ausweitet. Parallel laufen weitere Studien: VIKTORIA-2 testet das Medikament bereits in der Erstlinientherapie, eine separate Studie prĂŒft den Wirkstoff zudem bei metastasiertem, kastrationsresistentem Prostatakrebs.

Wann die FDA ĂŒber die aktuelle Einreichung entscheidet, ist noch offen — die Behörde hat fĂŒr regulĂ€re sNDA-PrĂŒfungen ĂŒblicherweise mehrere Monate Zeit.

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