Celestica Aktie: Zwölf Prozent Minus in Toronto
Veröffentlicht am: 05.11.2026 um 22:12 Uhr | Redaktion boerse-global.deCelestica gehört zu den größten Verlierern an der Börse in Toronto. Die Aktie fiel zum Handelsschluss um knapp 12 Prozent auf rund 291 kanadische Dollar und markierte damit ein neues 52-Wochen-Tief. Der Auslöser liegt jenseits der Unternehmensgrenzen: Die Anleger ziehen sich breit aus dem KI-Handel zurück.
Rotation weg von KI-Werten
Der Chipindex SOX verlor zeitweise bis zu 11 Prozent, sein schwächster Tag seit März 2020. Eine Strategin sprach vom „Unwinding of the AI Trade". Im Oktober waren aus dem Nasdaq 100 bereits mehr als zwei Billionen Dollar abgeflossen. Deutsche Bank hatte US-Tech am 2. November hochgestuft und argumentiert, die Verkaufswelle sei übertrieben. Der Markt folgte dieser Lesart zunächst nicht.
Celestica gilt in Kanada als direktester Profiteur der KI-Investitionen. Entsprechend hart trifft den Titel die Neubewertung. Auf Sicht eines Monats steht die Aktie nach einer früheren Momentaufnahme rund 40 Prozent im Minus, vom Jahreshoch trennen sie mehr als die Hälfte.
Kanadas Börse gespalten
Der S&P/TSX Composite schloss 2,13 Prozent tiefer, der Volatilitätsindex sprang auf ein Sechsmonatshoch. Fallende Titel überwogen steigende deutlich, im Verhältnis von 729 zu 230.
Die Gewinner stammten aus anderen Ecken. Der Telekomkonzern BCE legte fast 4 Prozent zu, Softwarewerte wie Constellation Software, CGI und Descartes hielten sich stabil. Die kanadischen Zweitlistungen von Palantir und Nvidia verloren jeweils etwa 9 Prozent und bewegten sich nahezu im Gleichschritt mit den US-Originalen.
Die Rotation zeigt: Investoren tauschen Wachstumsfantasie gegen stabile Cashflows. Allerdings sind Softwaretitel mit Bewertungen von teils über 40 Mal dem Gewinn nicht billig. Dreht die Stimmung, bieten sie wenig Puffer.
Nvidia als nächster Taktgeber
Als nächster Impuls gilt die Zahlenvorlage von Nvidia am 17. November. Sie dürfte für Celestica und andere KI-Werte richtungsweisend sein. Enttäuscht der Chipkonzern, könnte der Druck auf die Hardware-Zulieferer anhalten. Ein starker Bericht könnte dagegen eine Erholung der überverkauften Titel auslösen.
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