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Corsair Gaming Aktie: Vollgas ins Cockpit

Veröffentlicht am: 05.08.2026 um 15:30 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Corsair Gaming akquiriert den australischen Cockpit-Spezialisten Trak Racer und erweitert damit sein Angebot um physische Simulatoren. Die Aktie legte nach der Ankündigung deutlich zu.

Corsair Gaming übernimmt Trak Racer: Ausbau des Sim-Racing-Geschäfts
Abstraktes, stimmungsvolles Gaming-Setup mit neonfarbener Beleuchtung und moderner Technologie. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Corsair Gaming baut sein Sim-Racing-Geschäft aus – und zwar nicht nur an der Steuerung, sondern gleich am ganzen Fahrzeug. Der Hersteller von Gaming-Peripherie hat sämtliche Vermögenswerte von Trak Racer übernommen, einem australischen Spezialisten für Rennsimulator-Cockpits. Die Börse reagierte prompt: Die Aktie schloss zuletzt 5,28 Prozent höher bei 11,37 Dollar, vorbörslich ging es leicht weiter nach oben.

Zwei Puzzleteile passen zusammen

Die Logik hinter dem Deal ist simpel. Corsair besitzt mit Fanatec bereits die elektronische Seite des Sim-Racing-Geschäfts – Lenkräder, Pedale, Schaltungen. Trak Racer liefert das, was bislang fehlte: die physische Hülle drumherum. Cockpit-Rahmen, Sitze, Monitorhalterungen, Bewegungssysteme. Aus zwei komplementären Anbietern entsteht damit ein Komplettpaket für Renn-Enthusiasten, das sich leichter bündeln und vertreiben lässt.

Trak Racer wurde 2008 von Matt Sten in Melbourne gegründet und verkauft sein Sortiment überwiegend direkt an Endkunden. Genau dieser Vertriebskanal reizt Corsair – das Unternehmen will die bestehende globale Handels- und Distributionsstruktur nutzen, um die Reichweite der australischen Marke deutlich zu vergrößern. Sten selbst wechselt im Zuge der Übernahme zu Corsair und übernimmt dort die Rolle des Chief Technology Officer für Sim-Lösungen.

Flugsimulation als neues Spielfeld

Mit dem Kauf verschiebt sich Corsairs adressierbarer Markt über das reine Rennsimulator-Segment hinaus. Trak Racers Flugsimulator-Reihe TR550 verschafft dem Unternehmen einen direkten Einstieg in die Flugsimulation. Ergänzend bringt die Übernahme ein Lizenzportfolio mit: Ab 2027 sind Co-Branding-Produkte mit den Mattel-Marken Hot Wheels und Matchbox geplant, hinzu kommt eine erweiterte Zusammenarbeit mit Porsche sowie Partnerschaften mit den Formel-1-Teams Alpine und Aston Martin Aramco.

Finanzielle Details zur Transaktion nannte Corsair nicht. Für das Unternehmen zählt an dieser Stelle offenbar weniger der Kaufpreis als die strategische Ergänzung: ein margenstarkes Nischensegment, das über das klassische Peripherie-Geschäft hinaus zusätzliches Wachstum verspricht.

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