Covestro, Aktie

Covestro Aktie: Rhein-Niedrigwasser bremst Produktion

Veröffentlicht am: 10.08.2026 um 19:44 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Der niedrige Rheinpegel zwingt Covestro zu Transportumstellungen und drosselt die Produktion. Lockerungen der Fahrverbote sollen die Logistik entlasten.

Covestro: Niedrigwasser am Rhein beeintrÀchtigt Chemieproduktion
Ein breiter Fluss mit niedrigem Wasserstand und freigelegten Uferbereichen vor einer industriellen Kulisse. Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de

Der Rhein wird zum Nadelöhr fĂŒr die deutsche Chemieindustrie. Covestro meldet spĂŒrbare EinschrĂ€nkungen bei Rohstoff- und Warentransporten – ein Sprecher des Leverkusener Konzerns spricht von einer "erheblich eingeschrĂ€nkten" Logistiklage entlang der wichtigsten Wasserstraße Europas.

Produktion einzelner Betriebe betroffen

Das anhaltende Niedrigwasser wirkt sich laut Unternehmensangaben nicht nur auf die Rohstoffversorgung aus, sondern bremst auch den Abtransport von Fertigprodukten. Covestro rĂ€umt ein, dass die Produktion einzelner Betriebe bereits darunter leidet. Der Pegel Kaub, zentraler Referenzpunkt fĂŒr die Rheinschifffahrt, sinkt weiter – Branchenvertreter der Binnenschifffahrt warnen, dass eine durchgehende Schifffahrt auf dem Fluss bei fallenden WasserstĂ€nden zunehmend unrealistisch wird.

Covestro reagiert mit einem Mix aus Gegenmaßnahmen. Der Konzern setzt zusĂ€tzliche Schiffe mit geringerer Beladung, aber höherer Fahrtfrequenz ein, ergĂ€nzt durch spezielle Niedrigwasserschiffe mit geringerem Tiefgang. Wo es sinnvoll ist, verlagert das Unternehmen Transporte auf Straße und Schiene. Vorsorglich wurden zudem RohstoffvorrĂ€te frĂŒhzeitig aufgestockt, um ProduktionsausfĂ€lle abzufedern.

Politik lockert Fahrverbote

Die BundeslĂ€nder reagieren auf die Lage mit Lockerungen beim Sonn- und Feiertagsfahrverbot fĂŒr Lkw. Nach Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland ziehen nun auch Baden-WĂŒrttemberg, Bayern und Mecklenburg-Vorpommern nach – die Ausnahme soll ab dem kommenden Wochenende gelten, zunĂ€chst bis Ende August. Sachsen lehnt eine generelle Lockerung bislang ab.

Ob diese Maßnahme tatsĂ€chlich hilft, bleibt fraglich. Der Logistikverband BGL verweist darauf, dass zusĂ€tzliche Fahrtage keine zusĂ€tzlichen Fahrer schaffen – in Deutschland fehlen laut Verbandsangaben bereits seit Jahren mehr als 100.000 Lkw-Fahrer. FĂŒr Chemiekonzerne wie Covestro, die auf verlĂ€ssliche Massentransporte angewiesen sind, dĂŒrfte das kaum ausreichen, um den Wegfall von SchiffskapazitĂ€t vollstĂ€ndig zu kompensieren.

Wie stark sich die Transportprobleme am Ende auf Produktionszahlen und Ergebnis niederschlagen, hĂ€ngt vom weiteren Verlauf des Pegelstands ab. Sollte der Rhein bei Kaub, wie von der Binnenschifffahrt befĂŒrchtet, faktisch zweigeteilt werden, dĂŒrfte sich der Kostendruck durch teurere Ausweichtransporte in den kommenden Wochen weiter erhöhen.

Anzeige

Covestro-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Covestro-Analyse vom 10. August liefert die Antwort:

Die neusten Covestro-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf fĂŒr Covestro-AktionĂ€re. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 10. August erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Covestro: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Disclaimer...

de | DE0006062144 | COVESTRO | boerse | 69934334 |