Credo Technology: 80-Prozent-Wachstum für 2027 bestätigt
Veröffentlicht am: 17.08.2026 um 17:21 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Credo Technology Holding untermauert am heutigen Montag ihre ambitionierten Expansionspläne im Bereich der Hochgeschwindigkeits-Konnektivität. Mit der Bestätigung der Wachstumsprognose für das Geschäftsjahr 2027 signalisiert das Unternehmen eine Fortsetzung des dynamischen Kurses, der maßgeblich durch die Infrastruktur-Nachfrage im Sektor der künstlichen Intelligenz getrieben wird.
Prognosen und Quartalserwartungen im Fokus
Das Unternehmen stellte für das Geschäftsjahr 2027 ein Umsatzplus von über 80 % in Aussicht. Ein wesentlicher Pfeiler dieser Entwicklung ist das Geschäft mit optischen Lösungen, für das Credo einen Zielumsatz von mehr als 600 Millionen USD anvisiert. Diese Zuversicht stützt sich auf die steigende Bedeutung leistungsfähiger Verbindungen innerhalb moderner Rechenzentren.
Parallel dazu rückt die Bekanntgabe der Ergebnisse für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2027 näher, die offiziell für den 1. September nach US-Börsenschluss terminiert wurde.
Medienberichten zufolge rechnen Analysten im Konsens mit einem deutlichen Sprung beim Gewinn pro Aktie (EPS) auf 1,17 USD, nachdem dieser im Vorjahreszeitraum noch bei 0,34 USD gelegen hatte. Der Umsatz für das Auftaktquartal wird bei etwa 472,1 Millionen USD erwartet, was einer Steigerung von mehr als 111 % gegenüber dem Vorjahr entsprechen würde.
Technologische Expansion für KI-Rechenzentren
Um die ehrgeizigen Ziele zu erreichen, weitete Credo in den vergangenen Tagen sein Produktportfolio signifikant aus. Am vergangenen Donnerstag gab das Unternehmen die Markteinführung der 800G ZeroFlap Optical Transceiver sowie der Robin 800G Optical DSP-Familie bekannt. Diese neuen Lösungen zielen darauf ab, sogenannte Link Flaps — also kurzzeitige Verbindungsfehler — in KI-Backend-Netzwerken zu reduzieren und so die Stabilität der Datenübertragung zu erhöhen.
Zusätzlich treibt das Unternehmen die Standardisierung seiner Technologien voran. Die Lösung "OmniConnect Scale-In Interconnect" wurde innerhalb des Open Compute Project (OCP) als Standard vorgeschlagen. Damit adressiert Credo gezielt Speicherengpässe, die bei der Ausführung von KI-Inferenz-Modellen entstehen können.
Bereits Anfang August präsentierte die Gesellschaft zudem neue Konnektivitätslösungen für KI-Speicherarchitekturen auf der Fachkonferenz "Future of Memory and Storage".
Marktpositionierung und Analystenstimmen
An der Börse wird die Entwicklung des Spezialisten für Konnektivitätslösungen mit regem Interesse verfolgt. Die Aktie notiert aktuell bei 279,56 USD, was einem Zuwachs von 7,6 % am heutigen Handelstag entspricht. Damit setzt das Papier seinen langfristigen Aufwärtstrend fort und weist seit Jahresbeginn ein Plus von 94 % auf.
Die Einschätzungen der Analysehäuser zeigen unterdessen ein differenziertes Bild. Die Analysten von Quad 7 Capital sprachen am vergangenen Mittwoch eine Kaufempfehlung für Kursrücksetzer aus. Sie verwiesen dabei insbesondere auf die erfolgreiche Integration der DustPhotonics-Übernahme und das langfristige Potenzial im Markt für KI-Rechenzentren. Im Gegensatz dazu stufte Zacks Investment Research den Wert bereits am 3. August von "Strong Buy" auf "Hold" herab.
Innerhalb des Managements kam es zuletzt zu größeren Transaktionen. Wie aus einer Pflichtmitteilung an die SEC hervorgeht, veräußerten COO Yat Tung Lam und CTO Chi Fung Cheng am 31. Juli Anteile im Gesamtwert von rund 28,2 Millionen USD. Diese Verkäufe wurden über vorab festgelegte Handelspläne abgewickelt. Solche Pläne dienen dazu, Insider-Transaktionen nach festen Kriterien und unabhängig von aktuellen Marktereignissen durchzuführen.
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