CrowdStrike, Aktie

CrowdStrike Aktie: Ermittlungen ohne Anklage beendet

Veröffentlicht am: 25.09.2026 um 19:59 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Das US-Justizministerium stellte die Prüfung ein; die separate Untersuchung der Börsenaufsicht SEC ist weiterhin offen.

Fotorealistisches Cybersicherheits-Operations-Center mit Bedrohungsmonitoren
CrowdStrike Holdings Cybersicherheitszentrale US22788C1053 mit Analysten und weltweiten Bedrohungskarten auf mehreren Monitoren Illustration mit AI erstellt.

Monatelang stand CrowdStrike wegen fragwürdiger Vertriebsdeals im Visier von US-Ermittlern. Jetzt ist die Sache vom Tisch — ohne Anklage, ohne Konsequenzen. Für ein Unternehmen, dessen Aktie gerade erst neue Rekordstände markiert hat, ist das eine Entlastung zur rechten Zeit.

Das Justizministerium hat die Untersuchung zu CrowdStrikes Umgang mit Distributoren-Geschäften eingestellt. Bundesstaatsanwälte aus Manhattan prüften seit Anfang 2025, wie das Unternehmen bestimmte Transaktionen verbucht hatte und was Führungskräfte davon wussten.

Betroffene wurden bereits im Juli informiert, dass weder straf- noch zivilrechtliche Schritte folgen — eine Begründung lieferten die Ermittler nicht. Offen bleibt der Stand der parallelen Prüfung durch die Börsenaufsicht SEC.

Kurz vor der Entwarnung: Insider-Verkäufe

Die Entlastung fällt in eine Phase, in der CrowdStrike ohnehin im Rampenlicht steht. Erst wenige Tage zuvor hatte CEO George Kurtz Aktien im Wert von gut 5 Millionen Dollar verkauft, zu Kursen zwischen 246,08 und 262,27 Dollar je Aktie. Die Verkäufe liefen über einen bereits im Januar 2026 eingerichteten Handelsplan und fielen damit in eine Zeit, in der die Aktie nahe ihrem 52-Wochen-Hoch von 263,87 Dollar notierte.

Der Kontext macht solche Transaktionen erklärbar, nicht spektakulär: CrowdStrike hat seit Jahresbeginn 2026 rund 122 Prozent zugelegt, über sechs Monate gerechnet sogar 169 Prozent. Nach dem Verkauf hält Kurtz weiterhin über 7,6 Millionen Aktien direkt sowie weitere 400.000 Stück über einen Familientrust.

Wachstum treibt die Bewertung

Operativ liefert das Unternehmen die Zahlen, die diese Kursentwicklung stützen. Im zweiten Geschäftsquartal 2027 wuchs die annualisierte wiederkehrende Umsatzbasis um 25 Prozent im Jahresvergleich, das Nettowachstum bei neuen Verträgen legte sogar um 51 Prozent zu.

Mehrere Analystenhäuser reagierten mit angehobenen Kurszielen — Stephens sieht 280 Dollar, Wedbush startete die Coverage mit 250 Dollar, StoneX bestätigte ebenfalls 250 Dollar nach der Teilnahme an CrowdStrikes Investorentag.

Die Bewertung selbst gilt nach Analysen von InvestingPro bereits als ambitioniert gegenüber dem fairen Wert. Diese Einschätzung dürfte sich durch das Ende der Ermittlungen kaum ändern — sie war schon vorher eine Frage des Wachstumstempos, nicht der Rechtsrisiken. Mit der juristischen Unsicherheit fällt für CrowdStrike aber ein Belastungsfaktor weg, der die Story um die KI-getriebene Cybersicherheits-Nachfrage zuletzt überlagert hatte.

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