CURIS, Aktie

CURIS Aktie: 7-Prozent-Sturz auf 3,66 Euro

Veröffentlicht am: 06.08.2026 um 17:48 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Curis verzeichnet neuen Tiefststand, meldet aber Fortschritte bei Emavusertib-Studien und erfüllt Nasdaq-Auflagen wieder.

Curis-Aktie fällt auf neues Jahrestief trotz klinischer Erfolge
Abstrakte Darstellung fallender Finanzmarkttrends in einer professionellen, stimmungsvollen Büroumgebung. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Das Biotechnologieunternehmen Curis verzeichnete am heutigen Donnerstag einen deutlichen Kursrückgang und markierte bei 3,66 Euro ein neues Jahrestief. Trotz der aktuellen Marktschwäche, die sich in einem Tagesverlust von 7,00 % widerspiegelt, meldete das Unternehmen zuletzt operative Fortschritte in seiner klinischen Pipeline und konnte eine regulatorische Hürde an der US-Technologiebörse Nasdaq nehmen.

Klinische Meilensteine bei Emavusertib

Im Fokus der klinischen Entwicklung steht der Wirkstoff Emavusertib. Am 30. Juli gab Curis bekannt, dass in der Phase-2-Studie TakeAim CLL die ersten fünf Patienten dosiert wurden. In dieser Untersuchung wird die Kombination von Emavusertib mit Zanubrutinib zur Behandlung von chronischer lymphatischer Leukämie (CLL) evaluiert. Das Management erhöhte in diesem Zusammenhang die Prognose für die erste Datenveröffentlichung zum Jahresende und stellt nun Ergebnisse für eine Gruppe von fünf bis zehn Patienten im Dezember 2026 in Aussicht.

Bereits am 22. Juli veröffentlichte das Unternehmen aktualisierte Daten aus der TakeAim Lymphoma-Studie zum primären Lymphom des Zentralnervensystems (PCNSL). Bei Patienten, die zuvor noch nicht mit BTK-Inhibitoren behandelt worden waren, lag die objektive Ansprechrate bei 100 Prozent. In der Gruppe der bereits mit entsprechenden Inhibitoren vorbehandelten Patienten erreichten 10 von 30 Teilnehmern ein Ansprechen auf die Therapie.

Regulatorische Entlastung und kommende Geschäftszahlen

Neben den medizinischen Entwicklungen gab es am Dienstag Neuigkeiten zur Börsennotierung des Unternehmens. Curis erhielt am 24. Juli die schriftliche Bestätigung der Nasdaq, dass die Mindestanforderungen an den Aktienkurs von 1,00 US-Dollar wieder erfüllt sind. Damit ist die unmittelbare Gefahr eines Delistings gebannt, wenngleich Curis für ein weiteres Jahr unter Beobachtung durch ein Gremium verbleibt. Dieser Schritt folgt auf eine außerordentliche Hauptversammlung Ende Juni, bei der die Aktionäre einem Reverse Stock Split zugestimmt hatten.

Die kommenden Tage dürften für Anleger weitere Impulse liefern. Das Unternehmen wird voraussichtlich am 11. August seine Finanzergebnisse für das zweite Quartal 2026 präsentieren. Medienberichten zufolge rechnen Analysten im Durchschnitt mit einem Ergebnis je Aktie von minus 0,34 US-Dollar.

Analysten bewerten Kurspotenzial neu

Die Einschätzungen der Experten fielen zuletzt unterschiedlich aus, bleiben jedoch im Grundton optimistisch. Boris Peaker von JonesTrading bekräftigte am 29. Juli seine Kaufempfehlung, senkte jedoch das Kursziel massiv von 100,00 auf 20,00 US-Dollar. Er reagierte damit auf die Anpassungen im Aktienkurs und die veränderte Marktsituation.

Konträr dazu zeigte sich Sara Nik vom Analysehaus H.C. Wainwright am 24. Juli deutlich zuversichtlicher. Sie hob ihr Kursziel für die Curis-Aktie von 17,00 auf 43,00 US-Dollar an. Als Begründung für diesen Schritt nannte die Analystin die jüngsten klinischen Fortschritte und die erwarteten Katalysatoren durch kommende Studiendaten. Das Papier notiert nach den jüngsten Abgaben aktuell unmittelbar auf seinem 52-Wochen-Tief.

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