Daikin, Kogyo

Daikin Kogyo Aktie: Prognose nach oben

Veröffentlicht am: 05.11.2026 um 13:12 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Rechenzentrumskühlung und Halbleiterchemie stützen Daikins Geschäft; der Konzern erhöht seine Jahresziele und plant eine höhere Dividende.
Moderne, energieeffiziente Klimatechnik in einem hochwertigen architektonischen Umfeld als Symbol für wirtschaftliches Wachstum. Illustration mit AI erstellt.

Daikin hebt nach einem starken zweiten Quartal die Jahresziele an. Rechenzentren und Halbleiterchemie liefern den Rückenwind, ein schwacher Yen hilft zusätzlich.

Rekordhalbjahr dank Kühlung für Rechenzentren

Im Halbjahr bis Ende September stieg der Umsatz um 17,4 Prozent auf 2,91 Billionen Yen. Das operative Ergebnis wuchs um 9,8 Prozent auf 270,8 Milliarden Yen. Beides sind Höchstwerte für ein erstes Halbjahr. Die eigenen Planungen übertraf der Konzern deutlich.

Allein das Quartal Juli bis September brachte 1,48 Billionen Yen Umsatz und ein operatives Ergebnis von 140,2 Milliarden Yen. Beide Werte lagen über den Erwartungen der Analysten.

Treiber ist das Klimageschäft, Daikins größte Sparte. In Nordamerika stützte die Nachfrage nach Kühlung für Rechenzentren das Geschäft mit Kaltwassersätzen und maßgeschneiderten Lüftungsgeräten. Das Wohnungsgeschäft erholt sich dagegen nur schleppend, Zölle, hohe Hypothekenzinsen und geopolitische Unsicherheit bremsen.

Indien glänzt, China schwächelt

Regional fällt das Bild gemischt aus. In Japan wuchs der Klimaumsatz lokal um 16 Prozent, in Asien um 15 Prozent, angeführt von Indien mit einem Plus von 39 Prozent. Europa legte um 13 Prozent zu, die Amerikas um 8 Prozent. China brach dagegen um 6 Prozent ein.

Die Marge der Klimasparte stieg auf 9,2 Prozent nach 8,1 Prozent im ersten Quartal. Die Chemiesparte wuchs währungsbereinigt um 18 Prozent und erreichte eine operative Marge von 15,6 Prozent. Höhere Preise und Mengen gleichen laut Unternehmen steigende Rohstoff- und Logistikkosten aus.

Höhere Ziele, höhere Dividende

Für das Gesamtjahr peilt Daikin nun ein operatives Ergebnis von 455 Milliarden Yen an, zuvor waren es 436 Milliarden. Die Umsatzprognose steigt auf 5,44 Billionen Yen. Der Nettogewinn soll bei 280 Milliarden Yen liegen, nur leicht über der bisherigen Schätzung.

Ein Teil der Anhebung geht auf die Währung zurück. Die neue Planung unterstellt 155 Yen je Dollar statt zuvor 145 Yen. Der schwächere Yen schiebt die Erlöse also rechnerisch an.

Aktionäre profitieren ebenfalls. Die Zwischendividende liegt bei 185 Yen je Aktie, zuvor waren 180 Yen geplant, im Vorjahr 165 Yen. Für das Gesamtjahr stellt das Management 370 Yen in Aussicht, bisher 360 Yen. Das Ergebnis je Aktie soll auf rund 1.006 Yen steigen.

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