Dangote Cement Aktie: Kenia-Werk vorerst gestrichen
Veröffentlicht am: 24.09.2026 um 04:53 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Dangote Cement treibt den Ausbau der ProduktionskapazitÀten voran und strebt bis 2030 ein Niveau von 80 Millionen Tonnen jÀhrlich an. CEO Arvind Pathak stellte die mittelfristige Wachstumsstrategie am Montag auf einem Kapitalmarkttag in London vor. Neben Werkserweiterungen in mehreren afrikanischen KernmÀrkten umfasst der Plan auch eine mögliche Zweitnotierung an der Londoner Börse.
Milliardeninvestitionen in afrikanische ProduktionsstÀtten
FĂŒr die geplante Ausweitung veranschlagt der Baustoffkonzern ein Investitionsvolumen von rund 4,5 Milliarden US-Dollar. Mehr als 80 Prozent dieser Mittel sollen direkt in expansive Vorhaben flieĂen. Ziel ist es, die bestehende GesamtkapazitĂ€t von derzeit 55 Millionen Tonnen deutlich aufzustocken.
Zu den wichtigsten Einzelprojekten zĂ€hlt der Ausbau im nigerianischen Itori, wo eine neue Fertigungslinie bis Ende 2026 entstehen soll. Weitere Standorterweiterungen sind unter anderem in Ăthiopien, im Senegal sowie in Simbabwe vorgesehen. Parallel dazu treibt das Management die logistische Effizienz voran, indem der grenzĂŒberschreitende Export von Klinker und Zement auf dem afrikanischen Kontinent forciert wird.
Absage an neuen Standort in Kenia
Trotz der regionalen Wachstumsambitionen verfĂ€hrt der Konzern bei Greenfield-Projekten selektiv. Einem möglichen Zementwerk in Kenia erteilte das Management vorerst eine Absage. Arvind Pathak begrĂŒndete diesen Schritt mit dem Mangel an geeigneten Kalksteinvorkommen vor Ort, die weder hinsichtlich der erforderlichen QualitĂ€t noch bei der logistischen Lage den konzerneigenen Anforderungen genĂŒgen.
Stattdessen bĂŒndelt das Unternehmen seine ostafrikanischen AktivitĂ€ten auf bestehende StĂŒtzpunkte. Im tansanischen Mtwara soll die Auslastung der dortigen Anlage weiter optimiert werden, wĂ€hrend das Ă€thiopische Werk West Shewa zusĂ€tzliche KapazitĂ€ten erhalten soll. Eine Neubewertung fĂŒr den kenianischen Markt behĂ€lt sich das Unternehmen lediglich fĂŒr den Fall vor, dass kĂŒnftig passende Rohstoffreserven erschlossen werden können.
Ambitionierte Erlösziele und geplantes London-Listing
Finanziell rechnet der Vorstand im laufenden GeschÀftsjahr mit einem krÀftigen Erlösanstieg von mindestens 25 Prozent. Mittelfristig peilt das Unternehmen Konzernerlöse von bis zu 11,5 Billionen Naira an, nach rund 4,3 Billionen Naira im Vorjahr.
ZusĂ€tzliche Aufmerksamkeit am internationalen Kapitalmarkt verspricht die vorbereitete Zweitnotierung an der London Stock Exchange. Eine konkrete PlatzierungsgröĂe von rund zehn Prozent des Kapitals wurde vom Unternehmen bislang allerdings nicht bestĂ€tigt.
Flankiert werden die WachstumsplĂ€ne von MaĂnahmen zur operativen Effizienz, darunter die Umstellung der unternehmenseigenen Lkw-Flotte auf Erdgas sowie der verstĂ€rkte Einsatz alternativer Brennstoffe in den Brennöfen. FĂŒr Anleger unterstreicht das Management damit den Fokus auf diszipliniertes KapazitĂ€tswachstum bei gleichzeitiger Optimierung der Kostenstruktur.
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