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Danske Bank Aktie: Ex-Mitarbeiter in Schweden angeklagt

Veröffentlicht am: 08.10.2026 um 05:21 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Schwedische Ermittler fanden mutmaßliche Bestechung bei Immobilienkrediten; die Bankaktie verlor im gestrigen Handel 1,3 Prozent.

Extreme Nahaufnahme von Banknoten und Münzen mit feinen Details
Makroaufnahme dänischer Banknoten und Münzen, thematisch passend zu Danske Bank A/S, ISIN DK0010274414, Finanzsektor Illustration mit AI erstellt.

Gegen einen früheren Angestellten der Danske Bank ist in Schweden Anklage wegen schwerer Untreue, Bestechlichkeit und Geldwäsche erhoben worden. Die Vorwürfe stehen im Zusammenhang mit der Vergabe von Immobilienkrediten und werfen Fragen zu den internen Kontrollmechanismen des dänischen Kreditinstituts auf.

An den Finanzmärkten reagierte das Papier mit leichten Abgaben: Im gestrigen Handel ging die Danske-Bank-Aktie bei 48,05 Euro aus dem Handel, was einem Tagesverlust von 1,3 Prozent entsprach.

Unzulässige Kreditvergabe bei Immobilienfinanzierungen

Die schwedische Staatsanwaltschaft wirft dem ehemaligen Mitarbeiter vor, Hypothekendarlehen entgegen den internen Kreditrichtlinien bewilligt zu haben. Die betroffenen Kredite sollen an Kunden des Maklerunternehmens Unik Fastighetsförmedling vergeben worden sein, obwohl die Kreditnehmer keine ausreichende Bonität aufwiesen.

Im Gegenzug für die Bewilligungen soll der Beschuldigte Zuwendungen im Wert von rund 430.000 schwedischen Kronen angenommen haben. Die mutmaßlichen Bestechungsleistungen umfassten nach Angaben der Ermittler unter anderem Mobiltelefone, die Begleichung privater Schulden sowie einen Vorvertrag für eine Eigentumswohnung. Der Beschuldigte weist die Anschuldigungen zurück und begründet die Mängel bei den Kreditprüfungen mit Nachlässigkeit.

Schwedische Behörden decken Lücken in den Kontrollen auf

Laut einem Bericht der schwedischen Wirtschaftszeitung Dagens industri blieben die Unregelmäßigkeiten durch die internen Prüf- und Kontrollsysteme der Danske Bank zunächst unentdeckt. Erst die schwedische Wirtschaftsbehörde EBM stieß im Rahmen ihrer Nachforschungen auf die verdächtigen Vorgänge.

Der juristische Prozess gegen den Mann soll Anfang 2027 vor dem Amtsgericht in Stockholm beginnen. Im Falle einer Verurteilung droht dem ehemaligen Bankmitarbeiter eine Freiheitsstrafe von mindestens zwei Jahren. Für das Institut verdeutlicht der Fall erneut die strengen regulatorischen Anforderungen an die Überwachung interner Vergabeprozesse.

Kapitalmaßnahmen laufen regulär weiter

Ungeachtet der Vorgänge in Schweden setzt das Institut seine laufenden Kapitalmaßnahmen fort. Im Zusammenhang mit dem aktuellen Aktienrückkaufprogramm veräußerte die Großaktionärin APMH Invest fortlaufend anteilig Papiere, um ihre Beteiligungsquote stabil zu halten. Entsprechende Mitteilungen meldete Danske Bank nach den Vorgaben der EU-Marktmissbrauchsverordnung an die dänische Finanzaufsicht und die Börse Nasdaq Copenhagen.

Trotz der jüngsten Kursverluste bleibt das übergeordnete Bild der Aktie positiv. Seit Jahresanfang verzeichnet der Titel einen Wertzuwachs von 13 Prozent.

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