Telekom, Aktie

Deutsche Telekom Aktie: BNetzA schlägt 32-Prozent-Marge vor

Veröffentlicht am: 24.09.2026 um 19:23 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Die Telekom kooperiert mit Iridium; zugleich schlägt die Bundesnetzagentur Margenmodelle für den Glasfaserzugang vor.

Pop-Art-Comic mit Antennensymbol, konzentrischen Signalwellen und fettem 5G-Text in Primärfarben
Pop-Art-Comic-Illustration mit stilisierten Funkwellen und fettem '5G'-Schriftzug im Lichtenstein-Stil – symbolisiert den 5G-Netzausbau und die Mobilfunkstrategie der Deutsche Telekom AG (ISIN DE0005557508) Illustration mit AI erstellt.

Die Deutsche Telekom erweitert ihr Vernetzungsangebot im Weltraum und sieht sich zugleich neuen Weichenstellungen im heimischen Breitbandmarkt gegenüber. Im Handel gewinnt die Aktie heute 0,7 Prozent und notiert bei 27,04 Euro. Für frische Impulse sorgt eine strategische Partnerschaft im Bereich satellitengestützter Dienste, während zeitgleich die Bundesnetzagentur Vorschläge zur künftigen Regulierung des deutschen Glasfasermarktes vorgelegt hat.

Ausbau der Satelliten-Konnektivität mit Iridium

Ziel der Zusammenarbeit ist die Bereitstellung weltweiter Verbindungen im niedrigen Erdorbit (LEO).

Die Technologie bildet einen Kernbestandteil der sogenannten Multiorbit-IoT-Roaming-Lösung der Telekom. Über dieses Netz können Kunden Geräte und Sensoren auch in abgelegenen Regionen ansteuern, in denen herkömmliche terrestrische Mobilfunknetze keine Abdeckung bieten.

Während die Telekom ihr Satellitenangebot global ausbaut, treibt das Unternehmen auch das klassische Mobilfunknetz auf regionaler Ebene voran. In Oldenburg nahm der Betreiber zwei neue Standorte in Betrieb und erweiterte eine Station um 4G- und 5G-Technik. Das Netz dort umfasst nun 65 Standorte, während der Datenverbrauch vor Ort um rund 30 Prozent pro Jahr zulegt.

Bundesnetzagentur legt Rechenmodell für Glasfaser vor

Auf dem deutschen Heimatmarkt steht derweil der Wettbewerb im Festnetz im Mittelpunkt. BNetzA-Präsident Klaus Müller betonte, dass der Wettbewerb künftig auch auf der Glasfaserinfrastruktur gesichert sein müsse. Die Behörde schlägt über alle Bandbreitenklassen hinweg eine faire Marge von 32 Prozent vor.

Für Geschwindigkeiten zwischen 100 und 200 Mbit/s sieht das behördliche Modell eine Marge von 37 Prozent vor, bei Anschlüssen mit 1 Gbit/s sind es 28 Prozent.

Als alternative Berechnungsvariante bringt die Aufsichtsbehörde eine Pauschale von 5 Euro zuzüglich 20 Prozent des effektiven Endkundenpreises ins Spiel. Die Festlegungen betreffen das Open-Access-Modell, bei dem alternative Anbieter Zugang zu verlegten Netzen erhalten.

Kennzahlen und Ausblick auf das dritte Quartal

Im zweiten Quartal 2026 erzielte der Konzern einen Umsatz von 29,93 Milliarden Euro, was einem Zuwachs von 4,4 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert von 28,67 Milliarden Euro entsprach. Das Ergebnis je Aktie lag im gleichen Zeitraum bei 0,51 Euro, nach 0,54 Euro im Vorjahresquartal.

An der Börse notiert das Papier trotz des heutigen Zuwachses mit einem Abschlag von 21 Prozent zum 52-Wochen-Hoch, das Ende Februar bei 34,35 Euro markiert worden war. Neue offizielle Einblicke in den laufenden Geschäftsbetrieb erhalten die Marktteilnehmer am 5. November, wenn der Konzern seinen Finanzbericht für das dritte Quartal vorlegt.

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