Devon Energy Aktie: Abschied vom Eagle Ford
Veröffentlicht am: 08.10.2026 um 13:54 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Devon Energy trennt sich von seinem Eagle-Ford-Geschäft. Für 4,2 Milliarden Dollar in bar wandern die Förderflächen in Texas an Crescent Energy. Der Konzern macht damit ernst mit der Überprüfung seines Portfolios.
Was verkauft wird
Es geht um rund 90.000 Netto-Acres in den texanischen Countys Karnes, DeWitt und Gonzales. Die Assets stehen für etwa vier Prozent der gesamten Öl- und Gasproduktion von Devon. Der Verkauf ist vertraglich fixiert, steht aber noch unter dem Vorbehalt behördlicher Genehmigungen und üblicher Abschlussbedingungen. Rückwirkend gilt der Stichtag 1. Juli 2026, der Abschluss ist rund um den Jahreswechsel geplant.
Vorstandschef Clay Gaspar spricht von einem "direkten Ergebnis" der laufenden Portfolioüberprüfung. Man habe ein vergleichsweise reifes Asset in ein starkes Rohstoffpreisumfeld hinein verkauft. Der erzielte Preis liege über dem internen Wert bei einem Weiterbetrieb.
Geld für Rückkäufe und Schuldenabbau
Die Erlöse nach Steuern will Devon in zwei Richtungen lenken: schnellere Aktienrückkäufe und weniger Schulden. Nach Unternehmensangaben verlängert der Verkauf zudem die Laufzeit des verbleibenden Bohrportfolios. Er senkt die Gewinnschwelle des Konzerns und bremst den natürlichen Förderrückgang der Basisproduktion. Je Aktie wirke die Transaktion positiv auf Free Cashflow und Nettovermögenswert.
Strategisch fügt sich der Schritt in ein Jahr mit vielen Weichenstellungen. Devon hat sich 2026 mit Coterra zusammengeschlossen, zusätzliche Flächen im Delaware-Becken bei einer Bundesversteigerung erworben und in die Solitude-Pipeline investiert. Der Fokus verschiebt sich damit klar auf das Delaware-Becken.
An der Börse fiel die Reaktion verhalten aus. Die Aktie schloss am Vortag bei 47,88 Dollar und lag vorbörslich zuletzt etwas höher bei 49,19 Dollar. Crescent-Aktien gaben zeitgleich leicht nach.
Termine
Wie sich der Verkauf auf den Ausblick auswirkt, will Devon mit den Zahlen zum dritten Quartal darlegen. Die Veröffentlichung ist für den 5. November 2026 angesetzt, die Telefonkonferenz folgt am 6. November. Dann dürften auch Details zum Tempo der Rückkäufe und zur Größenordnung des Schuldenabbaus auf dem Tisch liegen.
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