DocMorris, Aktie

DocMorris Aktie: Vorstand hebt Prognose krÀftig an

Veröffentlicht am: 19.08.2026 um 07:59 Uhr | Redaktion boerse-global.de

DocMorris verdoppelt Wachstumsprognose fĂŒr RezeptgeschĂ€ft und hebt Jahresziele an. Aktienkurs dĂŒrfte auf die positiven Zahlen reagieren.

DocMorris: Prognose verdoppelt dank starkem RezeptgeschÀft
Moderne, lichtdurchflutete Logistikhalle fĂŒr medizinische Produkte, die Wachstum und Optimismus im Gesundheitssektor symbolisiert. Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de

DocMorris zieht die Erwartungen fĂŒr das Gesamtjahr deutlich nach oben. Der Auslöser: Das RezeptgeschĂ€ft lĂ€uft so stark, dass das Unternehmen die eigene Wachstumsprognose kurzerhand verdoppelt.

Im ersten Halbjahr stieg der Außenumsatz um 12,5 Prozent auf 627,8 Millionen Franken. Das bereinigte EBITDA verbesserte sich um 17,9 Millionen Franken auf minus 10,9 Millionen Franken. Besonders das GeschĂ€ft mit rezeptpflichtigen Medikamenten zog an: Hier lag das Wachstum bei 38,3 Prozent, im zweiten Quartal beschleunigte es sich sogar auf 45,8 Prozent.

Rx-GeschÀft treibt Neubewertung

Höhere Kundenbindung, mehr Wiederbestellungen und eine spĂŒrbare Neukundenzunahme stehen hinter dem Sprung im RezeptgeschĂ€ft. Die Zahl aktiver Rx-Kunden legte gegenĂŒber dem Vorjahr um 15,6 Prozent zu. FĂŒr das Gesamtjahr rechnet DocMorris nun mit einem Rx-Wachstum von rund 40 Prozent — die bisherige Prognose lag bei rund 20 Prozent.

Auch die Digital Services entwickeln sich ĂŒberproportional. Das Segment aus TeleClinic, Retail Media und Marktplatz wuchs um 71,4 Prozent, das EBITDA verdoppelte sich. Bei der Telemedizinplattform TeleClinic stiegen die Behandlungen um 51 Prozent. FĂŒr den Digital-Bereich erwartet das Management nun ein Wachstum von mehr als 50 Prozent statt zuvor im mittleren zweistelligen Bereich.

Ausblick spĂŒrbar angehoben

Die Konsequenz aus der starken Entwicklung: DocMorris hebt gleich mehrere Prognosewerte an. Das Umsatzwachstum fĂŒr 2026 soll nun bei 9 bis 13 Prozent liegen, vorher hatte der Vorstand mit einem mittleren einstelligen bis unteren zweistelligen Bereich kalkuliert.

Die Spanne fĂŒr das bereinigte EBITDA wurde auf minus 10 bis minus 17,5 Millionen Franken eingeengt, nach zuvor minus 10 bis minus 25 Millionen Franken.

Im EBITDA von minus 20 Millionen Franken stecken einmalige Sonderkosten von 7,6 Millionen Franken, unter anderem fĂŒr die Umsetzung der AI-First-Strategie und die Schließung des Standorts Ludwigshafen. Diese Belastungen sollen sich durch die daraus resultierenden Einsparungen im zweiten Halbjahr weitgehend ausgleichen.

Am Ziel, in der zweiten JahreshĂ€lfte 2026 die operative Gewinnschwelle zu erreichen, hĂ€lt das Management fest. Der Break-even beim freien Cashflow bleibt fĂŒr 2027 gesetzt. Das nĂ€chste konkrete Datum fĂŒr die Anleger: Am 15. Oktober folgt das Trading-Update zum dritten Quartal.

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