Doosan Heavy Ind. & Const. Aktie: 32,4 Prozent mehr Gewinn
Veröffentlicht am: 10.08.2026 um 16:27 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der südkoreanische Anlagenbauer Doosan Enerbility (ehemals Doosan Heavy Industries & Construction) hat für das erste Halbjahr 2026 eine deutliche Steigerung der Profitabilität und einen historischen Höchststand beim Auftragsbestand gemeldet.
Getrieben durch eine starke Nachfrage im Energiesektor und bedeutende internationale Abschlüsse kletterte das operative Ergebnis in den ersten sechs Monaten um 32,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 547,8 Milliarden Won.
Parallel dazu erreichte der Auftragsbestand mit über 26 Billionen Won den höchsten Stand der Unternehmensgeschichte. An der Börse stieg der Kurs heute um 3,63 Prozent auf 79.900,00 KRW.
Starke Ergebnisentwicklung im ersten Halbjahr
Medienberichten zufolge übertraf insbesondere das zweite Quartal die Erwartungen des Marktes deutlich. Mit einem operativen Gewinn von 314,3 Milliarden Won lag das Ergebnis rund 19,5 Prozent über dem Analystenkonsens. In den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres sicherte sich der Konzern neue Aufträge im Gesamtwert von 7,12 Billionen Won. Damit hat das Unternehmen bereits mehr als die Hälfte seines gesetzten Jahresziels erreicht.
Besonders der hohe Auftragsbestand von nunmehr 26,35 Billionen Won sorgt für eine langfristige Planungssicherheit. Diese Entwicklung spiegelt sich auch in der jüngsten Marktperformance wider: Über einen Zeitraum von sieben Tagen verzeichnet das Papier ein Plus von 18,02 Prozent. Dennoch notiert der Kurs mit 79.900,00 KRW noch rund 42,60 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch, das im Mai bei 139.200,00 KRW markiert wurde.
Expansion im Nuklear- und Gassektor
Ein wesentlicher Treiber für die positive Entwicklung sind strategische Großaufträge im Ausland. Die Seoul Economic Daily berichtet über einen am 14. Juli unterzeichneten Vertrag mit Tochtergesellschaften der chinesischen Dongfang Electric Group.
Doosan Enerbility wird hierbei ultra-große Schmiedestücke für Dampferzeuger liefern, die in den Einheiten 5 und 6 des Kernkraftwerks Laiyang in der Provinz Shandong zum Einsatz kommen. Die Auslieferung der insgesamt acht spezialisierten Komponenten, darunter vier „Channel Heads“ und vier Rohrböden, soll sequenziell bis zum Jahr 2029 erfolgen.
Zusätzlich konnte der Konzern Erfolge im Bereich der Gasturbinentechnologie verbuchen. Medienberichten zufolge umfasst die Auftragsliste die Lieferung von sieben Gasturbinen an US-amerikanische Technologiekonzerne sowie umfangreiche Projekte im Nahen Osten.
Dazu zählen die zweite Phase der Errichtung des Kraftwerks Jafurah in Saudi-Arabien sowie der Bau eines Gaskombikraftwerks in Oman. Ein langfristiger Servicevertrag für Gasturbinen mit Korea Southern Power ergänzt das Portfolio im Heimatmarkt.
Strategische Weichenstellungen für das zweite Halbjahr
Für die zweite Jahreshälfte 2026 rechnet das Management mit einer weiteren Stärkung der Wachstumsdynamik. Im Fokus steht dabei der geplante Spatenstich für die weltweit erste spezialisierte Fabrik für kleine modulare Reaktoren (SMR). Zudem sollen Exporte für Kernkraftwerke nach Tschechien und Lieferungen von Gasturbinen an US-amerikanische Big-Tech-Unternehmen das Geschäft weiter vorantreiben.
Analysten bewerten die Aussichten grundsätzlich optimistisch, passen jedoch ihre Kursziele an das aktuelle Marktumfeld an. Steve Chung vom Analysehaus CLSA reagierte am vergangenen Montag auf die jüngsten Entwicklungen. Er senkte den Zielwert für die Aktie von zuvor 150.000 Won auf nun 120.000 Won, bestätigte jedoch gleichzeitig seine Empfehlung mit der Einstufung „Outperform“.
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