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Dow Jones: Bärenflagge unter Druck

Veröffentlicht am: 21.09.2026 um 17:05 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Der Dow Jones bleibt technisch angeschlagen: Unter 51.614 Punkten drohen weitere Rückgänge, während erst über 52.858 Punkten eine Trendwende wahrscheinlicher wird.

Dow Jones unter Druck: Bärenflagge trifft auf schwache Unterstützung
Ein moderner Börsenhandelssaal mit verschwommenen Personen im Hintergrund und einem leeren Schreibtisch im Vordergrund. Illustration mit AI erstellt.

Der Dow Jones steckt fest. Bei 52.187 Punkten kämpft der Index mit einer sogenannten Bärenflagge – einem Chartmuster, das in der Regel weitere Abgaben ankündigt. Nach oben stapelt sich der Widerstand, nach unten hält nur noch eine dünne Unterstützungslinie.

Der Index notiert unterhalb aller wichtigen gleitenden Durchschnitte – der 20-, 50- und 200-Perioden-Linien. Das gilt technisch als klares Zeichen für einen anhaltenden Abwärtstrend.

Rutscht der Kurs unter die Marke von 51.614 Punkten, rücken die psychologischen Marken bei 51.000, 50.500 und 50.000 Punkten in Reichweite. Jeder Erholungsversuch in Richtung 52.500 bis 52.850 Punkte trifft bislang auf eine Wand aus Verkäufern.

Erste Lichtblicke im Bärenmarkt

Ganz hoffnungslos ist die Lage für die Bullen nicht. Ein höheres Tief nahe 51.614 Punkten sowie ein Hammer-Kerzenmuster deuten auf nachlassenden Verkaufsdruck hin. Auch der Relative-Stärke-Index bei 45,99 erholt sich aus überverkauftem Terrain und lässt Raum für eine kurzfristige Gegenbewegung.

Ein Ausbruch über 52.350 Punkte – bestätigt durch eine Schlusskerze über dem 20-Perioden-Durchschnitt – könnte eine Erleichterungsrally in Richtung 53.150, 53.600 oder sogar das bisherige Hoch bei 54.000 Punkten auslösen. Für echte Kaufsignale bräuchte es allerdings einen bestätigten Schluss über 52.900 Punkten, verbunden mit steigendem Handelsvolumen. Ausbrüche ohne Volumen neigen erfahrungsgemäß dazu, schnell wieder zu scheitern.

Zum Wochenauftakt sorgte zudem der Technologiesektor für etwas Rückenwind an der Wall Street. Parallel dazu drückten fallende Rohölpreise die Stimmung ins Positive – Hoffnungen auf diplomatische Fortschritte im Nahen Osten nährten die Erwartung stabilerer Energieflüsse. Gleichzeitig wägen Marktteilnehmer weiterhin hawkishe Signale der Fed-Politik gegen die Aussicht auf eine mögliche weitere Zinserhöhung ab.

Die Zone zwischen 52.000 und 52.400 Punkten gilt derzeit als reine Konsolidierungszone ohne klare Richtung. Erst ein Ausbruch aus diesem Korridor dürfte zeigen, ob die Bären ihre Kontrolle behalten oder die Bullen die Oberhand zurückgewinnen. Die Marke von 52.858 Punkten bleibt dabei die entscheidende Schwelle für eine Trendwende nach oben, während ein Bruch von 51.614 Punkten den Bären neue Argumente liefern würde.

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