Aktie, ChatGPT-Suche

easyJet Aktie: ChatGPT-Suche für Flüge gestartet

Veröffentlicht am: 07.10.2026 um 16:56 Uhr | Redaktion boerse-global.de

KI-vermittelte Besuche nahmen bei Flugbuchungen um 400 Prozent und bei easyJet holidays um 125 Prozent zu.

Aquarellbild eines startenden Flugzeugs über einem Kontrollturm bei Sonnenuntergang
Aquarellmalerei zeigt startendes Flugzeug über Londons Skyline, easyJet plc, ISIN GB00B7KR2P84, britische Fluggesellschaft Illustration mit AI erstellt.

Der britische Billigflieger easyJet bindet ab heute ChatGPT direkt in die Suche nach Flügen und Pauschalreisen ein. Nutzer können über das System Live-Preise sowie Verfügbarkeiten prüfen und den Flugstatus einsehen. Wie das Unternehmen mitteilte, kletterte der über ChatGPT vermittelte organische Datenverkehr im Jahresvergleich bereits um 400 Prozent für Flugbuchungen und um 125 Prozent im Bereich der Pauschalreisesparte easyJet holidays.

Neue Buchungswege und operative Hürden

Mit der Technologie will das Unternehmen zusätzliche Kundengruppen digital ansprechen und bestehende Buchungswege verkürzen. Die Nachfrage nach direkten KI-gestützten Suchanfragen soll das Wachstum im Urlaubsgeschäft weiter antreiben, das für die Airline eine zunehmend margenstarke Säule bildet.

Parallel zu den digitalen Vertriebsoffensiven kämpfte der Konzern zuletzt mit operativen Störungen im europäischen Flugbetrieb. In Portugal ging gestern ein fünftägiger Streik des dortigen Kabinenpersonals zu Ende.

Medienberichten zufolge führte die Arbeitsniederlegung laut Angaben der Gewerkschaft zu annähernd 370 Flugausfällen an den Basen Lissabon, Porto und Faro, wobei auch im weiteren Wochenverlauf mit Nachwirkungen gerechnet werden muss. Zudem steht bereits ein weiterer Ausstand im Raum: Die Gewerkschaft kündigte für den Zeitraum vom 19. bis 23. Dezember neue Streikmaßnahmen an.

Bernstein skeptisch bei Treibstoffkosten

Auch von Analystenseite gibt es mahnende Stimmen mit Blick auf die Kostenseite. Analyst Alex Irving verwies dabei vor allem auf steigende Treibstoffpreise, die sich im kommenden Jahr als deutlicher Gegenwind für die Ergebnisse von Fluggesellschaften erweisen dürften.

Zusätzliche Bewegung herrscht in den Eigentümerstrukturen.

Die Anleger reagieren gelassen auf die Streikauswirkungen. Am heutigen Handelstag steigt die Aktie um 1,0 Prozent auf 8,02 Euro. Damit bewegt sich der Kurs in unmittelbarer Schlagdistanz zum 52-Wochen-Hoch von 8,03 Euro. Ob das Papier neue Höchststände verteidigen kann, wird maßgeblich davon abhängen, wie stark die Belastungen aus Kerosinpreisen und Tarifkonflikten im anstehenden Wintergeschäft wiegen.

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