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EHang Holdings Aktie: Berichte über Stellenabbau erschüttern Anleger

Veröffentlicht am: 19.10.2026 um 09:07 Uhr | Redaktion boerse-global.de
EHang kämpft mit Verzögerungen bei der Kommerzialisierung, während internationale Flugtests und Zulassungsverfahren weiterlaufen.
Moderne Fertigungshalle für Drohnentechnologie in kühlem Licht mit einer Atmosphäre wirtschaftlicher Unsicherheit. Illustration mit AI erstellt.

Berichte über einen drastischen Personalabbau haben das Vertrauen der Anleger in EHang Holdings erschüttert. Der Titel schloss am Freitag bei 3,22 Euro und notiert damit nur noch 1,4 Prozent über seinem 52-Wochen-Tief.

Kommerzialisierung stockt nach Rückschlägen

Die Berichte über Stellenstreichungen treffen den chinesischen Drohnenentwickler in einer sensiblen Phase. Hintergrund der Skepsis sind anhaltende operative Hürden bei der Markteinführung.

Bereits im Sommer musste das Unternehmen einen empfindlichen Dämpfer hinnehmen: Nach einem Unfall mit einem Leichtflugzeug im Juni zog EHang seine Jahresprognose für das Jahr 2026 zurück, die zuvor einen Umsatz von 600 Millionen Renminbi vorgesehen hatte. Die Nachricht über eine mögliche Halbierung der Belegschaft verstärkt nun die Sorge, dass sich der reguläre Geschäftsbetrieb und profitable Erlöse weiter nach hinten verschieben könnten.

Internationale Testprojekte laufen weiter

Parallel zu den Turbulenzen an den Finanzmärkten treibt EHang internationale Erprobungsprogramme voran. In Sri Lanka traf das erste Fluggerät des Modells EH216-S ein. Das Land nimmt als erster Staat an einem Schnelltestprogramm des Herstellers teil.

Die dortige Zivilluftfahrtbehörde CAASL bereitet bis Ende Oktober einen Erstflug in Colombo Port City vor. Frühere Pläne für einen kommerziellen Testbetrieb ab Dezember stehen allerdings weiterhin unter strengem Vorbehalt technischer und behördlicher Freigaben.

Auch in Südostasien setzt sich die Erprobungsphase fort. Vor gut drei Wochen standen Testflüge in Vietnam im Raum; dort wurde eine stufenweise Vereinbarung unterzeichnet, um das autonome System im Hoa-Lac-Hightechpark zu prüfen. Eine kommerzielle Nutzung soll dort jedoch ausdrücklich erst nach Abschluss aller Sicherheits- und Zulassungsbewertungen erwogen werden.

Hohe Spreizung bei den Kurszielen

Die Diskrepanz zwischen den operativen Warnsignalen und den Erwartungen der Analysten bleibt beträchtlich.

Ob sich dieses Aufwärtspotenzial erschließen lässt, hängt für Marktteilnehmer primär daran, ob EHang die offenen Zertifizierungs- und Zulassungsfragen klären und den Weg in einen regulären Flugbetrieb mit zahlenden Passagieren bewältigen kann.

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