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Emerita Resources Aktie: Aktionäre gehen auf Distanz

Veröffentlicht am: 17.08.2026 um 16:24 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Vor der Hauptversammlung am 25. August wächst der Widerstand gegen das Management. Kritiker fordern zudem bessere Absicherung der Vermögenswerte.

Emerita Resources: Aktionäre fordern Abwahl von drei Verwaltungsräten
Abstrakte Darstellung einer kargen Bergbaulandschaft bei Dämmerung, die eine skeptische Marktstimmung symbolisiert. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Bei Emerita Resources spitzt sich der Machtkampf im Vorfeld der Hauptversammlung zu. Zwei Aktionäre werben öffentlich dafür, drei Mitgliedern des Verwaltungsrats das Vertrauen zu entziehen. Die Jahreshauptversammlung am 25. August 2026 dürfte damit zur Nervenprobe für das Management werden.

Withhold-Kampagne gewinnt Zulauf

PM Super Fund (PMSF), mit knapp 3,9 Prozent an Emerita beteiligt, hatte die Kampagne gegen Marilia Bento, Catherine Stretch und David Patterson gestartet. Nun schließt sich Kleinaktionär Scott Blair, der 0,61 Prozent der Anteile hält, öffentlich an.

Sein Vorwurf: Bento und Stretch saßen bereits im Vorstand, als frühere Führungskräfte dem Gremium in der Vergangenheit fragwürdige Empfehlungen zum Falcon-Projekt gegeben haben sollen — nun leiten beide ausgerechnet den Sonderausschuss, der über die Aufarbeitung dieser Vorwürfe entscheidet. Patterson wiederum war laut den Kritikern Gründungsdirektor genau in jenem Zeitraum, der jetzt Gegenstand der Klage ist.

Emerita hatte am 29. Juli 2026 eine Klage eingereicht, die unter anderem eine Feststellung wirtschaftlichen Eigentums und einen konstruktiven Treuhandanspruch über das Falcon-Projekt fordert. Genau hier setzt der zweite Kritikpunkt von PMSF an.

Streit um Absicherung der Vermögenswerte

PMSF bemängelt, dass die Klage zwar Schadenersatz am Ende eines Verfahrens verlangt, aber keine vorläufigen Sicherungsmaßnahmen enthält — weder in Kanada noch in Brasilien.

Als Referenzpunkt dient ein Verkauf von Lithium Ionic Corp.: Das Unternehmen hatte am 12. August 2026 eine Vereinbarung über zehn Mineralkonzessionen in Minas Gerais für 37,5 Millionen Dollar bekanntgegeben, abzuwickeln innerhalb weniger Werktage.

PMSF argumentiert, dieses Tempo zeige, wie schnell Rechte an Bodenschätzen übertragen werden können — und fordert Emerita auf, vergleichbare Absicherungen für das Bandeira-Projekt zu prüfen, bevor eine gerichtliche Anhörung am 4. September 2026 stattfindet.

Die Vorwürfe gegen die Verwaltungsräte sind bislang unbewiesene Behauptungen, wie PMSF selbst betont. Emerita hatte am 14. August 2026 bereits Stellung bezogen, ohne nach Ansicht der Kritiker auf die Frage der Vermögenssicherung einzugehen.

Operatives Geschäft läuft parallel weiter

Während sich der Governance-Streit zuspitzt, meldet Emerita operative Fortschritte beim Iberian-Belt-West-Projekt in Spanien. Die andalusische Regionalregierung hat gemeinsam mit EU-Fördermitteln einen Zuschuss von 108.877 Euro für ein 23-monatiges Forschungsprogramm bewilligt. Ziel ist die Rückgewinnung von hochreinem Antimon sowie höherwertigen Kupfer-, Zink- und Bleikonzentraten direkt am Standort Puebla de Guzmán in Huelva.

Für Emerita ist das ein nicht-verwässerndes Signal politischer Unterstützung — inhaltlich aber weit entfernt von den Fragen, die Aktionäre bei der Hauptversammlung am 25. August entscheiden müssen. Bis dahin bleibt offen, wie viele Stimmen sich der Withhold-Kampagne noch anschließen.

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