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Energy Recovery Aktie: Auftragspolster trotz Umsatzeinbruch

Veröffentlicht am: 05.11.2026 um 10:42 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Energy Recovery meldet 30 Millionen Dollar neue Verträge, während Umsatz und Marge im dritten Quartal deutlich zurückgingen.
Industrielle Wasserentsalzungsanlage mit komplexen Rohrleitungen in einer stimmungsvollen, blau-türkisen Lichtstimmung. Illustration mit AI erstellt.

Die Zahlen zum dritten Quartal fallen schwach aus, doch der Auftragseingang der vergangenen Wochen zeichnet ein anderes Bild. Energy Recovery hat binnen 30 Tagen neue Megaprojekt-Verträge über rund 30 Millionen Dollar unterzeichnet. Der Auftragsbestand liegt damit über 60 Millionen Dollar.

Megaprojekte brechen weg

Der Umsatz sank auf 11,2 Millionen Dollar, ein Minus von 20,8 Millionen gegenüber dem Vorjahresquartal. Analysten hatten im Schnitt mit rund 16 Millionen Dollar gerechnet, B.Riley sogar mit 19,1 Millionen. Hauptgrund ist der Krieg in Iran: Die Erlöse aus Megaprojekten fielen um 95 Prozent auf 0,9 Millionen Dollar.

Die Bruttomarge rutschte auf 37,5 Prozent, nach 64,2 Prozent im Vorjahr. Das Unternehmen führt dies vor allem auf das geringere Volumen sowie Produktmix und indirekte Fertigungskosten zurück. Unterm Strich steht ein Nettoverlust von 6,3 Millionen Dollar, das bereinigte EBITDA lag bei minus 7,8 Millionen Dollar. Der bereinigte Verlust je Aktie betrug 0,10 Dollar, erwartet worden waren 0,06 Dollar.

Polster in der Bilanz

Die Kasse stützt. Energy Recovery verfügt über 85,6 Millionen Dollar an liquiden Mitteln und Investments, Schulden gibt es keine. Im Quartal flossen weitere 2,4 Millionen Dollar in Aktienrückkäufe. Seit dem vierten Quartal 2024 hat der Konzern 108,5 Millionen Dollar zurückgekauft, 21,3 Millionen Dollar bleiben unter der bestehenden Ermächtigung.

Die Betriebskosten sanken um 17,2 Prozent auf 14,0 Millionen Dollar, vor allem wegen geringerer Personal- und Beratungskosten.

Analyst senkt Kursziel

B.Riley reagiert und kappt das Kursziel von 8 auf 7 Dollar, bei unverändertem Votum "Neutral". Das neue Ziel entspricht dem 15-Fachen der leicht gesenkten EBITDA-Schätzung für 2027 von 17,6 Millionen Dollar. Die Aktie schloss bei 7,17 Dollar und liegt auf Jahressicht rund 58 Prozent im Minus. Vorbörslich notierte sie zuletzt bei 7,01 Dollar.

Für das vierte Quartal sind 17 Millionen Dollar an Megaprojekten sowie 10 Millionen Dollar aus dem Geschäft mit Erstausrüstern und Ersatzteilen im Auftragsbestand verankert.

Für 2027 sieht das Management auf Basis unterzeichneter und aktiv verhandelter Verträge Sichtbarkeit auf mindestens 50 Millionen Dollar Megaprojekt-Umsatz. Ob der Konflikt in Iran die Abwicklung weiter bremst, entscheidet darüber, wie schnell sich dieses Polster in Erlöse verwandelt.

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