Equinor, Aktie

Equinor Aktie: Uniper-Vertrag sichert LNG-Absatz

Veröffentlicht am: 24.09.2026 um 13:28 Uhr | Redaktion boerse-global.de

SB1 Markets hĂ€lt die Equinor-Bewertung fĂŒr anspruchsvoll; langfristige LNG-VertrĂ€ge sollen das Portfolio bis 2030 verdoppeln.

Fotorealistische Offshore-Ölplattform in rauer Nordsee mit Versorgungsschiff
Equinor ASA (NO0010096985) fördert Öl und Gas auf einer typischen Offshore-Plattform in der stĂŒrmischen Nordsee Illustration mit AI erstellt.

Spiegelt die Bewertung des norwegischen Energiekonzerns noch die langfristigen Fundamentaldaten wider? An den europÀischen HandelsplÀtzen notiert das Papier am heutigen Handelstag dennoch fester und steigt um 1,8 Prozent auf 38,42 Euro.

Nach Auffassung von SB1 Markets preist der Markt derzeit eine zu lange Phase außergewöhnlich hoher Energiepreise ein. Um das aktuelle Bewertungsniveau rechnerisch zu rechtfertigen, wĂ€ren bei einem Ölpreis von 100 US-Dollar je Barrel rund ein ganzes Jahr an anhaltenden Übergewinnen notwendig.

Die langfristigen Prognosemodelle des Analysehauses basieren dagegen auf konservativeren Annahmen von 75 US-Dollar pro Barrel Rohöl sowie 10 US-Dollar je Million Btu Erdgas.

Historisch betrachtet zogen solche BewertungsĂŒbertreibungen nach Feststellung des Analysehauses hĂ€ufiger eine schwĂ€chere Kursphase nach sich.

Ausbau des LNG- und Pipeline-GeschÀfts

Ungeachtet der skeptischen Analystenstimme treibt der Konzern seine operative Strategie voran. Im Fokus stehen dabei Vereinbarungen, die kĂŒnftige AbsatzkanĂ€le absichern und die HandelsaktivitĂ€ten ĂŒber das reine NordseegeschĂ€ft hinaus internationaler aufstellen.

Die VertrĂ€ge sichern dem Konzern ĂŒber eine Laufzeit von 15 Jahren insgesamt ein Volumen von rund 3,5 Millionen Tonnen LNG jĂ€hrlich. Diese Mengen sollen dazu beitragen, das weltweite LNG-Portfolio von Equinor bis zum Jahr 2030 zu verdoppeln.

Equinor-CEO Anders Opedal verwies bei der Unterzeichnung auf die robuste Nachfrage nach langfristig gesicherten Liefermengen vom norwegischen Kontinentalschelf. Uniper-Chef Michael Lewis betonte im Gegenzug die Bedeutung des Vertrags fĂŒr die Diversifizierung des unternehmenseigenen Portfolios und die deutsche Gasversorgung.

Trotz dieser operativen Fortschritte bleibt die Bewertungsfrage fĂŒr Marktbeobachter prĂ€sent. Bei einem Abstand von 3,1 Prozent zum 52-Wochen-Hoch preist die Aktie weiterhin ein sehr optimistisches Rohstoffumfeld ein. Sollte sich die Marktlage schneller als erwartet in Richtung historischer Mittelwerte normalisieren, könnte der aktuelle Bewertungsaufschlag unter Druck geraten.

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de | NO0010096985 | EQUINOR | boerse | 70177341 |