European Lithium Aktie: Handelsende 27. Oktober, Nasdaq-Debut 6. November
Veröffentlicht am: 18.09.2026 um 08:10 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Ăbernahme von European Lithium durch Critical Metals nimmt konkrete Formen an. FĂŒr Anleger zeichnet sich inzwischen ein klarer Zeitplan ab, der die Aktie bis in den November trĂ€gt und mehrere Etappen bis zum Abschluss der Fusion markiert.
Konkreter Fahrplan bis zum Aktientausch
Der Termin fĂŒr die entscheidende Abstimmung steht seit Kurzem fest: Am 22. Oktober sollen die Hauptversammlung und die Scheme Meetings in West Leederville in Westaustralien stattfinden. Stimmen die AktionĂ€re und Optionsinhaber zu und erteilt das Gericht seine finale Genehmigung, soll die Fusion im November umgesetzt werden.
Konkret ist geplant, dass die European-Lithium-Aktie am 27. Oktober ihren Handel an der ASX einstellt, bevor die neuen Critical-Metals-Aktien am 6. November an der Nasdaq starten.
FĂŒr den Aktientausch selbst gilt ein UmtauschverhĂ€ltnis zwischen 0,025 und 0,045 neuen Critical-Metals-Aktien je European-Lithium-Aktie. Die genaue Quote hĂ€ngt vom volumengewichteten Durchschnittskurs von Critical Metals ĂŒber 20 Handelstage an der Nasdaq vor dem Scheme Meeting ab.
Nach Vollzug der Transaktion sollen die bisherigen European-Lithium-AktionÀre etwa 38 Prozent des fusionierten Konzerns auf unverwÀsserter Basis halten, verwÀssert wÀren es 35,2 Prozent.
Tanbreez-Projekt als strategischer Kern
Hinter der Fusion steht vor allem ein Ziel: die vollstÀndige Konsolidierung des Tanbreez-Seltene-Erden-Projekts in Grönland. Critical Metals hÀlt derzeit 92,5 Prozent an Tanbreez, European Lithium die restlichen 7,5 Prozent.
Kommt die Fusion zustande, wĂŒrde der neue Gesamtkonzern das Projekt zu 100 Prozent kontrollieren â ein Umstand, der die strategische Logik hinter dem milliardenschweren Deal erklĂ€rt und den Fokus des kombinierten Unternehmens klar auf Seltene Erden lenkt.
Der von den Gesellschaften beauftragte unabhĂ€ngige Gutachter kam bei seiner PrĂŒfung zu einem differenzierten Urteil: Das Aktien-Scheme sei zwar "nicht fair", aber dennoch "angemessen" und im besten Interesse der European-Lithium-AktionĂ€re. FĂŒr das Options-Scheme fiel das Urteil eindeutiger aus â hier attestierte der Gutachter sowohl Fairness als auch Angemessenheit im Sinne der Optionsinhaber.
Kursverlauf spiegelt Ăbernahmefantasie
Die Aktie hat die fortschreitende Fusion mit einer beeindruckenden Rally quittiert. Seit Jahresbeginn steht ein Plus von 153 Prozent zu Buche, auf Zwölfmonatssicht sogar von 338 Prozent.
Zuletzt schloss das Papier am Donnerstag bei 0,2295 Euro, nach einem Tagesgewinn von 7,2 Prozent.
Die VolatilitĂ€t bleibt mit 78 Prozent auf 30-Tage-Sicht hoch â ein Hinweis darauf, dass der Markt die verbleibenden Unsicherheiten bis zur finalen Abstimmung im Oktober weiterhin einpreist. Bis dahin dĂŒrfte jede weitere behördliche oder gerichtliche BestĂ€tigung als Katalysator fĂŒr die Kursentwicklung wirken.
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