Evonik Aktie: BASF soll Angebot erhöht haben
Veröffentlicht am: 23.10.2026 um 14:52 Uhr | Redaktion boerse-global.deEin Bericht über ein erhöhtes Übernahmeangebot von BASF treibt Evonik heute um 3,8% nach oben. Die überarbeitete Offerte soll außerdem Garantien für Arbeitsplätze und Produktionsstandorte bei Evonik enthalten.
Die Kursreaktion knüpft an den berichteten höheren Angebotspreis an, nicht an eine Zustimmung Evoniks. Reuters berichtete heute, Evonik habe zu der angehobenen Offerte keine Stellungnahme abgegeben. Für Anleger ist diese Trennung entscheidend: Ein höheres Angebot verbessert die vom Bieter genannten Konditionen. Daraus folgt jedoch noch keine Verständigung zwischen den Unternehmen.
Preis und Zusagen gehören zusammen
Neben dem Preis bleiben die Bedingungen für Beschäftigte und Standorte ein wesentlicher Bestandteil des Vorstoßes. BASF-CEO Markus Kamieth erklärte gestern in einer Videobotschaft, BASF werde bei einer möglichen Übernahme bestehende Standortvereinbarungen Evoniks übernehmen. Betriebsbedingte Kündigungen blieben bis 2032 ausgeschlossen.
Diese Erklärung ergänzt die im Bloomberg-Bericht genannten Garantien um eine konkrete Aussage von BASF. Sie bezieht sich ausdrücklich auf eine mögliche Übernahme. Für die Einordnung des Angebots zählen damit sowohl die finanzielle Gegenleistung als auch die zugesagten Schutzregelungen. Die Aussagen ersetzen allerdings keine Zustimmung Evoniks zu den Übernahmeplänen.
Der höhere Preis ist deshalb der neue Impuls, während die Standort- und Beschäftigungszusagen den Rahmen des Vorstoßes beschreiben. Beides gehört zur Bewertung der Offerte, beantwortet aber unterschiedliche Fragen: Was bietet BASF den Aktionären, und welche Bedingungen sollen für das Unternehmen gelten?
Eigene Übernahmeprüfung als Hintergrund
Parallel dazu verfolgt Evonik möglicherweise eine eigene Transaktion. Reuters berichtete gestern, das Unternehmen prüfe eine Übernahme des US-Chemieunternehmens Ashland. Dieser Prozess habe bereits vor BASFs Übernahmevorstoß begonnen und befinde sich noch in einem frühen Stadium.
Die zeitliche Reihenfolge ist wichtig: Die Ashland-Prüfung lässt sich damit nicht ohne Weiteres als Reaktion auf BASF einordnen. Ebenso wenig ist sie bereits ein abgeschlossener Unternehmenskauf.
Im Mittelpunkt steht heute somit die berichtete Verbesserung der BASF-Offerte. Der Kursanstieg zeigt eine positive Marktreaktion darauf. Evoniks ausbleibende Stellungnahme lässt dagegen keine Aussage darüber zu, ob das Unternehmen die angehobenen Konditionen akzeptiert.
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