Exelon, Aktie

Exelon Aktie: Regulierung treibt Gewinn

Veröffentlicht am: 31.07.2026 um 01:26 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Exelon steigert operativen Gewinn dank regulierter Tarife. ComEd als Wachstumsmotor. Jahresprognose bestätigt.

Exelon Aktie: Regulierte Tarife treiben Gewinn im zweiten Quartal
Moderne Strominfrastruktur bei Dämmerung als Symbol für regulierte Versorgungsunternehmen und stabile Erträge. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Exelon hat am Donnerstag Zahlen vorgelegt, die vor allem eines zeigen: Der Versorger verdient sein Geld zunehmend über regulierte Tarife statt über Wachstumsfantasien. Der Nettogewinn im zweiten Quartal 2026 lag bei 396 Millionen Dollar oder 0,39 Dollar je Aktie — nahezu unverändert zum Vorjahresquartal. Bereinigt um Sondereffekte stieg das operative Ergebnis auf 0,43 Dollar je Aktie, nach 0,39 Dollar im Vorjahresquartal.

Der Umsatz kletterte um 10,0 Prozent auf 5,967 Milliarden Dollar. Der Vorstand bestätigte die Jahresprognose von 2,81 bis 2,91 Dollar je Aktie und hält am Ziel eines jährlichen Gewinnwachstums nahe der oberen Spanne von 5 bis 7 Prozent bis 2029 fest.

ComEd liefert den Wachstumsmotor

Unter den vier Tochtergesellschaften stach ComEd hervor: Das Chicagoer Versorgungsunternehmen steigerte sein Ergebnis auf 249 Millionen Dollar, nach 228 Millionen Dollar im Vorjahresquartal. Treiber waren höhere Vertriebs- und Übertragungstarife sowie eine gestiegene Kapitalverzinsung für Bauprojekte. Exelon-Chef Calvin Butler sprach von disziplinierter Ausführung und verwies auf den wachsenden Energiebedarf, dem der Konzern mit Netzmodernisierung, Speicherlösungen und virtuellen Kraftwerken begegnen will.

Auf der regulatorischen Seite bleibt einiges in Bewegung: Die Tochter BGE reichte im Juli einen Antrag für neue Stromverteilungstarife bei der Maryland Public Service Commission ein, um Investitionen und Betriebskosten zu refinanzieren. ACE brachte parallel einen Vorschlag für ein ans Übertragungsnetz angeschlossenes Batteriespeicherprojekt beim New Jersey Board of Public Utilities ein. Finanzchefin Jeanne Jones betonte, dass der Konzern bereits rund 86 Prozent der für 2026 geplanten Fremdfinanzierungen abgeschlossen hat — ein Polster, das die weiteren Investitionsvorhaben absichern soll.

Die nächste Wegmarke für Anleger dürfte der Ausgang der BGE-Tarifentscheidung in Maryland sein, die über die Rentabilität der Investitionen in den kommenden Jahren mitentscheidet.

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