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Extreme Networks Aktie: Gewinn übertrifft Erwartungen

Veröffentlicht am: 28.10.2026 um 13:08 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Höhere Profitabilität und SaaS-Erlöse prägen das Quartal; zugleich vereinbarte Extreme Networks Vergleiche zu früheren Russlandgeschäften.
Moderne Glasfaserinfrastruktur und Server-Technologie in einem Rechenzentrum Illustration mit AI erstellt.

Extreme Networks hat heute mit seinen Quartalszahlen die Gewinnerwartungen übertroffen und weiteres Wachstum in Aussicht gestellt. Vor allem das Abonnementgeschäft und die deutlich höhere Profitabilität prägen den Bericht. Die Aktie legt am Tag der Veröffentlichung um 5,0% zu. Zugleich stehen den operativen Fortschritten gestern vereinbarte Vergleiche wegen früherer Russlandgeschäfte gegenüber.

Gewinn wächst schneller als Umsatz

Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2027 erzielte Extreme Networks einen Umsatz von 341,1 Mio. US-Dollar. Das entspricht einem Plus von 10 % gegenüber dem Vorjahresquartal. Damit setzte das Unternehmen seinen Wachstumskurs fort.

Beim Ergebnis fiel die Verbesserung noch deutlicher aus. Die Gewinnentwicklung übertraf das Umsatzwachstum sowohl nach den regulären Rechnungslegungsstandards als auch auf bereinigter Basis.

Der bereinigte Gewinn je Aktie stieg um 50 % auf 0,33 US-Dollar. Analysten hatten lediglich 0,28 US-Dollar erwartet. Damit lag das Ergebnis über dem Konsens.

Auch der Mittelzufluss stützt das positive Ergebnisbild. Anders als im Vorjahresquartal erwirtschaftete Extreme Networks wieder einen positiven operativen und freien Cashflow.

Der operative Cashflow erreichte 45,4 Mio. US-Dollar. Der freie Cashflow belief sich auf 38,6 Mio. US-Dollar. Das bereinigte EBITDA stieg um 47 %.

Abonnements gewinnen an Gewicht

Ein wichtiger Wachstumstreiber war das Geschäft mit wiederkehrenden Softwareerlösen. Die Entwicklung der Buchungen zeigt zugleich, dass Platform ONE innerhalb des Abonnementgeschäfts an Bedeutung gewinnt.

Die jährlich wiederkehrenden SaaS-Umsätze erreichten 264,7 Mio. US-Dollar und lagen damit 22 % über dem Vorjahresniveau. Platform ONE stellte mehr als 50 % der Abonnementbuchungen.

Die Buchungen für Platform ONE verfünffachten sich gegenüber dem Vorjahr. Für Anleger ergänzt diese Entwicklung das reine Umsatzwachstum um einen weiteren Hinweis auf die Nachfrage. Buchungen und wiederkehrende Erlöse sind dabei vom ausgewiesenen Quartalsumsatz zu unterscheiden.

Ausblick setzt auf weiteres Wachstum

Das Management erwartet auch im Folgequartal und für den Rest des Geschäftsjahres weiteres Wachstum. Die Prognose beschränkt sich damit nicht auf eine Fortsetzung der jüngsten Ergebnisentwicklung: Sie setzt auch steigende Umsätze voraus.

Für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2027 stellt Extreme Networks einen Umsatz von 345,8–350,8 Mio. US-Dollar in Aussicht. Der bereinigte Gewinn je Aktie soll 0,32–0,34 US-Dollar erreichen.

Diese Angaben sind Erwartungen des Unternehmens und noch keine erreichten Ergebnisse. Entscheidend wird sein, ob Extreme Networks die Dynamik im Abonnementgeschäft erneut in Umsatz und Gewinn übersetzen kann.

Für das gesamte Geschäftsjahr 2027 prognostiziert das Unternehmen einen Umsatz von 1.402,3–1.412,3 Mio. US-Dollar. Beim bereinigten Gewinn je Aktie liegt die Zielspanne bei 1,35–1,39 US-Dollar.

Vergleiche wegen früherer Russlandgeschäfte

Neben den Geschäftszahlen müssen Anleger die Einigungen mit US-Behörden berücksichtigen. Sie betreffen frühere Lieferungen an einen russischen Rüstungshersteller und sind von der aktuellen operativen Entwicklung zu trennen.

Die Sanktionsbehörde OFAC gab gestern einen Vergleich über 1.529.685 US-Dollar mit Extreme Networks bekannt. Nach ihren Angaben ging es um neun mutmaßliche Verstöße zwischen September 2018 und März 2022.

OFAC bewertete die mutmaßlichen Verstöße trotz freiwilliger Selbstoffenlegung als schwerwiegend. Parallel schloss das US-Justizministerium einen Nichtverfolgungsvertrag mit dem Unternehmen.

Nach Angaben des US-Justizministeriums zahlt Extreme Networks dafür 975.721,84 US-Dollar. Damit stehen dem überzeugenden Quartalsbericht konkrete finanzielle Folgen früherer Geschäftspraktiken gegenüber. Die operative Messlatte für die kommenden Berichte setzt nun der Wachstumsausblick des Managements.

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