Ferguson Enterprises Aktie: Manager verkaufen
Veröffentlicht am: 15.10.2026 um 07:00 Uhr | Redaktion boerse-global.deGleich drei Top-Führungskräfte von Ferguson haben am 12. Oktober Aktien verkauft. Finanzchef, Betriebschef und ein Senior-VP trennten sich von Papieren im Wert von zusammen gut 2,4 Millionen Dollar. Die Verkäufe fallen in eine Phase, in der die Aktie nahe ihrem Jahrestief notiert.
Die Transaktionen im Überblick
Finanzchef William Brundage verkaufte 5.986 Aktien zu 218,74 Dollar und kam damit auf rund 1,31 Millionen Dollar. Betriebschef William Thees Jr. gab 3.510 Aktien zu 220 Dollar ab, was 772.200 Dollar entspricht. Robert Camposano, Senior VP Waterworks, veräußerte 1.580 Titel zu 218,74 Dollar, zusammen 345.609 Dollar.
Alle drei Verkäufe liefen über Handelspläne nach Rule 10b5-1, die die Manager bereits im Mai und Juni aufgesetzt hatten. Sie wurden also lange vor dem Verkaufstermin festgelegt. Marktbeobachter dürften sie daher eher als routinemäßige Depotpflege denn als aktuelles Misstrauensvotum lesen.
Vergütungsaktien erklären die Bewegung
Am selben Tag flossen den Managern zugleich Aktien aus Vergütungsprogrammen zu. Die Ansprüche stammten aus einer Zuteilung vom 12. Oktober 2023 und wurden nach der Leistungsbescheinigung vom 14. September 2026 fällig. Brundage erhielt dadurch 8.928 Aktien plus Dividendenäquivalente, Thees 4.206 und Camposano 1.717.
Ein Teil der Papiere ging zudem zur Deckung von Steuern ab, zu je 220,04 Dollar. Unterm Strich bleiben die Bestände beträchtlich: Brundage hält direkt 54.908 Aktien, Thees 32.680 und Camposano 10.952.
Aktie nahe dem Jahrestief
Die Aktie schloss zuletzt bei 222,94 Dollar, das 52-Wochen-Tief liegt bei 212,13 Dollar. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis beträgt rund 21,6, die Marktkapitalisierung etwa 43 Milliarden Dollar.
Operativ läuft es besser, als der Kurs vermuten lässt. Im zweiten Geschäftsquartal stieg der Umsatz um 4,6 Prozent auf 8,8 Milliarden Dollar, und das Unternehmen hob seinen Ausblick an. Der ausgewiesene Gewinn je Aktie von 0,04 Dollar blieb allerdings weit hinter den erwarteten 2,94 Dollar zurück.
Analysten bleiben dennoch zuversichtlich. Bernstein hob das Kursziel von 310 auf 325 Dollar an und verweist auf anziehendes Nichtwohnbaugeschäft sowie Schwung vor dem Geschäftsjahr 2027. Jefferies nahm die Bewertung mit "Buy" und einem Ziel von 295 Dollar wieder auf. Beide Ziele liegen deutlich über dem aktuellen Kurs.
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