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Fermi Aktie: Quartalszahlen am 13. August

Veröffentlicht am: 06.08.2026 um 15:58 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Fermi Inc. legt am 13. August Q2-Zahlen vor. Der Kurs liegt 80,8% unter dem Hoch, während interne Konflikte und ein gesenktes Kursziel die Aktie belasten.

Fermi Inc.: Q2-Zahlen am 13. August, Turbulenzen bei Führung und Finanzierung
Moderne Glasfassade eines Bürogebäudes im goldenen Licht als Symbol für wirtschaftliche Erwartungen und Quartalsberichte. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Fermi Inc. bereitet sich auf die Veröffentlichung der Finanzergebnisse für das zweite Quartal 2026 vor. Das Unternehmen gab bekannt, das Zahlenwerk am 13. August vorzulegen. Anleger blicken mit Spannung auf diesen Termin, da Fermi als Entwickler von Energieinfrastruktur für KI-Rechenzentren gilt, im ersten Quartal des laufenden Jahres jedoch noch keine Umsätze generierte und einen Verlust je Aktie von 0,30 US-Dollar auswies. Damit verfehlte das Unternehmen die damaligen Markterwartungen deutlich.

Der aktuelle Kurs der Aktie (ISIN: US3149111086) liegt bei 5,30 € und verzeichnete heute einen Rückgang von 1,85 %. Mit diesem Kursniveau notiert das Papier mit einem Abstand von 80,80 % signifikant unter seinem 52-Wochen-Hoch.

Operative Fortschritte in Texas

Ein wesentlicher Meilenstein für die operative Entwicklung war die Ankunft der ersten Siemens Energy Erdgasturbinen im Hafen von Houston am 21. Juli. Diese technischen Komponenten sind für das „Project Matador“ in Amarillo, Texas, vorgesehen. Der Campus ist darauf ausgelegt, bis zu 11 Gigawatt Leistung für Rechenzentren bereitzustellen.

Fermi verfügt an diesem Standort über einen 99-jährigen Pachtvertrag für ein Areal von rund 5.236 Morgen Land. Perspektivisch soll der Standort sogar eine Stromerzeugung von bis zu 17 Gigawatt unterstützen können. Um die notwendigen Zulassungen für den internationalen Kapitalmarkt zu verbreitern, beantragte das Unternehmen zudem am 23. Juli die Zulassung seiner Stammaktien zum Handel an der NASDAQ sowie an der London Stock Exchange.

Strategische Konflikte und Finanzierung

Das Unternehmen schloss Mitte Juli eine Aufstockung seiner privaten Platzierung von Wandelanleihen ab. Insgesamt wurden Papiere im Wert von 431,25 Millionen US-Dollar begeben, die mit 5 % verzinst sind und eine Laufzeit bis zum Jahr 2031 aufweisen. Die Finanzierungsmaßnahme war jedoch intern nicht unumstritten. Im Zusammenhang mit Unstimmigkeiten über die Aufsicht des Finanzausschusses und den Zugang zu Unternehmensunterlagen trat Direktor Miles Everson am 10. Juli mit sofortiger Wirkung zurück.

Zusätzlich sieht sich die Unternehmensführung mit Forderungen des ehemaligen CEO und größten Anteilseigners Toby Neugebauer konfrontiert. Dieser schlug am 31. Juli einen formellen Verkaufsprozess an einen Dritten vor, um den Unternehmenswert zu maximieren. Dieser Vorstoß folgt auf einen gescheiterten Versuch Neugebauers, eine außerordentliche Aktionärsversammlung einzuberufen. Medienberichten zufolge erreichte seine Kampagne bis zum 7. Juli lediglich eine Unterstützung von 31,0 %, während 36,4 % der Stimmen aktiv gegen den Antrag widerrufen wurden.

Analysten korrigieren Erwartungen

Die Analysten von Mizuho passten ihre Einschätzung am 28. Juli an die veränderten Rahmenbedingungen an. Das Analysehaus senkte das Kursziel für die Aktie drastisch von 27,00 auf 11,00 US-Dollar, behielt die Einstufung jedoch auf „Outperform“ bei. Als Begründung führten die Experten Verzögerungen bei der Unterzeichnung von Mietverträgen sowie höhere erwartete Investitionsausgaben für schlüsselfertige Anforderungen an die Energieinfrastruktur an.

Auf personeller Ebene besetzte das Unternehmen zudem die Position des Finanzvorstands neu. Rob Masson wurde am 22. Juli zum Interim-CFO ernannt. Er folgt auf Miles Everson, der diese Funktion vor seinem Rücktritt aus dem Verwaltungsrat bereits Anfang Juli niedergelegt hatte. Damit geht das Unternehmen mit einer neu formierten Führungsspitze in die anstehende Berichtssaison.

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